Gemeinde beschließt Anpassung der Grundsteuer

Hallensanierung sorgt in Ehra-Lessien für Defizit

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Die Sanierung der Sporthalle an Ehras Grundschule wird teuer: 1,1 Millionen will die Gemeinde investieren.

Ehra-Lessien – Die geplante Sanierung von Ehras Sporthalle wird sich auch im kommenden Haushaltsjahr der Gemeinde Ehra-Lessien bemerkbar machen. Das große Projekt soll in den nächsten zwei Jahren rund 1,1 Millionen Euro an Geldern beanspruchen.

Um eine Anpassung der Hebesätze kommt die Gemeinde nicht herum.

Der Gemeinderat hat den Haushaltsplan für 2020 beschlossen. Zehn von elf Ratsmitglieder stimmten für den Beschluss des Haushaltsplans, dem gegenüber stand eine Enthaltung. Der Ergebnishaushalt weist 1,8 Millionen Euro an Erträgen auf und 2 Millionen Euro an Aufwendungen. Der Teil also, der das laufende Geschäft abbildet, steht mit einem geringen Minus da.

Im Finanzhaushalt, in dem sich auch die Investitionen der Gemeinde widerspiegeln, finden sich 143 000 Euro an Einzahlungen aus Investitionstätigkeiten, dagegen stehen 749 000 Euro an Auszahlungen. Als Gesamtbetrag der Einzahlungen des Finanzhaushalts wurden rund 2 Millionen Euro verbucht, während sich die Auszahlungen auf 2,65 Euro belaufen.

Diese Zahlen zeigen die hohen Investitionen, die im Rahmen der zweijährigen Sanierung der Sporthalle auf die Gemeinde zukommen. So sollen einmal 500 000 Euro und 600 000 Euro in den nächsten beiden Haushaltsjahren vermerkt werden. Für das Defizit will die Gemeinde keinen Kredit aufnehmen. „Wir können da auf unsere Rücklagen zurückgreifen“, erklärte Bürgermeister Jörg Böse (CDU). Weitere Diskussionen gab unter den Ratsmitgliedern nicht.

Für mehr Gesprächsstoff sorgte die Anpassung der Hebesätze. So beschloss der Gemeinderat, die Grundsteuer A und B auf jeweils 375 Prozent anzuheben, Zuvor lagen die Sätze bei 350 Prozent. „Wir müssen da nachziehen“, betonte Böse. „Wir liegen mit der Neuanpassung knapp über dem Landesschnitt“, erklärte auch der stellvertretende Bürgermeister Axel Jordan (CDU). „Wenn wir in umliegende Gemeinden schauen, dann ist das fair.“

VON HILKE BENTES

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