Landesrechnungshof hat Ehra-Lessien und Hankensbüttel fest im Blick

Grundschulen auf Prüfstand

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Symbolfoto

Brome/Hankensbüttel. Zwei Schulen aus dem Landkreis Gifhorn stehen beim Landesrechnungshof Niedersachsen auf dem Prüfstand: Die Grundschulen in Ehra-Lessien und in Steinhorst. Grund für die Prüfung ist, dass beide Schulen weniger als 50 Schüler haben.

In Ehra-Lessien besuchten im Schuljahr 2012/2013 insgesamt 49 Kinder die Grundschule. Eine Prognose über die Anmeldungen für das kommenden Schuljahr vermag die Verwaltung der Samtgemeinde Brome noch nicht abzugeben. „Grundsätzlich machen wir uns über eine Schließung keine Gedanken. Wir müssen schauen, wie etwaige Probleme gelöst werden können“, meint Manuela Peckmann, allgemeine Verwaltungsvertreterin. Ihrer Meinung nach, sollte nicht nur die Wirtschaftlichkeit einer Schule im Fokus stehen, sondern auch deren Qualität. Grundsätzlich nehme der Landesrechnungshof punktuelle Prüfungen vor.

In Niedersachsen sind so genannte Minischulen keine Seltenheit. Von den 1780 Grundschulen landesweit sind knapp 70 regelrechte Minigrundschulen, die es nicht mehr auf eine Klasse pro Jahrgang bringen. In der Grundschule Hemeln werden 36 Kinder in zwei Klassen unterrichtet, in St. Andreasberg gehen sogar nur 34 in zwei jahrgangsübergreifende Klassen. Mal von der Wirtschaftlichkeit abgesehen, können kleine Klassen auch den Vorteil bieten, dass Lehrer individuell auf die Schüler eingehen können.

Die Samtgemeinde Hankensbüttel zieht derzeit zwar keine Schließung der Grundschule in Betracht, denkt aber dennoch über Lösungen nach. Denn auch die Samtgemeinde ist vom demografischen Wandel betroffen. „Wir sind natürlich bemüht, die Standorte zu erhalten. Die Fläche der Samtgemeinde ist sehr groß und wir wollen den Kleinen keine langen Strecken zumuten“, meint Ilka Bauke, allgemeine Verwaltungsvertreterin. Noch sei die Schließung von Grundschulen kein politischer Wille. Eine Schließung würde negative Folgen mit sich bringen. So könnte es passieren, dass junge Familien nicht mehr in kleinere Orte ziehen würden. Dennoch, so Bauke, müsse man auch eine vernünftige pädagogische Leistung im Blick haben.

Noch sieht Bauke die Überprüfung des Landesrechungshofes gelassen: „Zunächst soll diese Anfrage dazu dienen, sich einen Einblick in diese Thematik zu verschaffen.“ In Steinhorst besuchten 2012/2013 48 Kinder die Grundschule. „Die Prognosen für die kommenden Jahre besagen, dass die Anzahl der Kinder weit unter 50 liegen wird.“

Von Carola Hussak

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