Auf Empfehlung des Bau- und Umweltausschusses

Grundschule Parsau: Hoher Eigenbedarf ermöglicht wirtschaftliche Fotovoltaik-Installation

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Auf den Dachflächen der Grundschule Parsau soll eine Fotovoltaikanlage installiert werden. 

Brome – Auf dem Dach der Grundschule Parsau soll eine Fotovoltaikanlage installiert werden, das empfahl der Bau- und Umweltausschuss am Montagabend.

Die Samtgemeinde Brome hatte mit der Energiegenossenschaft Region Wolfsburg über die Errichtung von Solaranlagen auf samtgemeindeeigenen Gebäuden gesprochen. Aus Sicht der Verwaltung waren dabei der Kindergarten sowie die Grundschulen in Brome und Parsau am vielversprechendsten, da dort ein hoher Eigenverbrauch an Strom bestünde. Das Ingenieurbüro Thielebein prüfte diese Standorte und auch die Feuerwehr in Ehra, sowie die Kitas in Brechtorf und Rühen am Schützenplatz.

„Die Bewertung hat gezeigt, dass sich eine Installation nur bei hohem Eigenbedarf rechnet“, erklärte Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann. „Daher ist die Grundschule Parsau am geeignetsten.“ Demnach würde dort eine 55-Kilowatt-peak-Anlage im Jahr rund 45.650 Kilowattstunden erzeugen. Abzüglich 25 Prozent Eigenverbrauch ergäben sich daraus rund 6.615 Euro an fiktiven jährlichen Einnahmen, die fiktiven 6.521 Euro Ausgaben gegenüber stünden. „Dazu kommt noch ein Mehr an Verwaltungsaufwand“, sagte Peckmann. „Da wir konservativ rechnen, kommen wir also in etwa mit einer schwarzen Null heraus.“

Der Ausschuss sprach sich einstimmig für das Vorhaben aus, auch wenn das wirtschaftliche Risiko allein bei der Samtgemeinde liegt. „Hier ist auch der Umweltaspekt wichtig“, so Peckmann weiter. „Es ist schon eher fünf nach zwölf.“

Abgelehnt wurde anschließend aber ein Antrag der Grünen, der Fotovoltaikanlagen auf allen samtgemeindeeigenen Dächern forderte. Die Flächen sollten verpachtet werden, um Einnahmen zu generieren. Man unterstütze zwar das Ansinnen, vermehrt erneuerbare Energien einzusetzen, sah bei diesem Vorhaben aber zu viele Schwierigkeiten: Die Statik müsse mitmachen, schließlich müsse das Dach dann noch 20 Jahre halten und die Mittel müssten aufgebracht werden. „Bei Gebäuden ohne hohen Eigenbedarf kommen wir nicht mit einer schwarzen Null heraus. Dann ist das kaum darstellbar“, sagt Peckmann. Aber sie stellte in Aussicht, den Antrag in anderer Formulierung noch einmal zu besprechen.

Auch werde weiterhin bei Neubauten und Sanierungen der Einsatz erneuerbarer Energien geprüft.

VON DENNIS TESCH

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