Grüner Strom kommt an

Denkbar: Strom für öffentliche Gebäude in der Samtgemeinde Brome wird durch die Sonne erzeugt. Auch in den anderen Gebietseinheiten wird die Energiewende vorangetrieben. Foto: picture-alliance

Brome/Isenhagener Land.

Die Energiewende im kleinen ist der Wechsel auf Energiesparlampen. Viele Bürger rüsten um und tragen so zur umweltschonenderen Energieversorgung bei. Die Samtgemeinde Brome geht möglicherweise einen Schritt weiter. Die Umstellung auf Öko-Strom steht nach einem Antrag der Fraktion von CDU/Grüne/W-BUS im Raum. In den anderen Gebietseinheiten des Nordkreises läuft die Energiewende in anderer Form.

Der Antrag der Mehrheitsfraktion im Bromer Samtgemeinderat hinterließ bei Samtgemeindebürgermeister Jürgen Bammel Gefallen. Der Verwaltungschef sagte, man müsse nun beim Umstieg auf Ökostrom bei den Mitgliedsgemeinden „Resonanz finden“. Diese würden, so der Vorschlag im Antrag, in einen Umstellungsverband eingeschlossen werden. Für die Opposition ist der Öko-Strom-Umstieg in der Samtgemeinde ein neues Thema. „Damit haben wir uns noch nicht beschäftigt“, sagte der Fraktionsvorsitzende der SPD, Karl-Peter Ludwig, gestern dem IK. Die Sozialdemokraten wollen sich aber „kurzschließen“.

Das ist bereits etwas anders in der Nachbarkommune geschehen. Die Samtgemeinde Wesendorf plant aber keine Umstellung auf Ökostrom. Hier läuft der Umstieg auf erneuerbare Energien. „Wie haben ein eigenes Nahwärmenetz“, sagt Samtgemeindebürgermeister Walter Penshorn. Die Wärme würde für öffentliche Gebäude genutzt, der Strom ins Netz eingespeist. Auch für die Straßenbeleuchtung soll es Änderungen geben. „Unser Ansatz ist: Energie sparen“, so Penshorn.

Die Straßenbeleuchtung wird ebenso in der Stadt Wittingen „in Angriff genommen“, sagt Stadtbürgermeister Karl Ridder. In Wittingen lautet das Zauberwort „Energieeffizienz“. Zum Umstieg auf Ökostrom, wie in der Samtgemeinde Brome gibt es in Wittingen „noch keine Überlegungen“, so Ridder. Allerdings würde eine Biogasanlage als erneuerbare Energiequelle schon genutzt. Darüber hinaus werden laut dem Stadtchef in den öffentlichen Gebäuden die Beleuchtung „auf Energiesparlampen ausgetauscht“. In der Samtgemeinde Hankensbüttel soll auch bald Öko-Strom fließen. „Wir erarbeiten im Moment ein Konzept“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel. Bei dem Energieversorger könnte „ein Anteil an Öko-Strom“ zugekauft werden.

Ob in der Samtgemeinde Brome öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Feuerwehrhäuser und dem Freibad sowie denkbar in den Dorfgemeinschaftshäusern und der Straßenbeleuchtung auf Öko-Strom gesetzt wird, entscheidet sich nach dem Gespräch mit den Mitgliedsgemeinden. Die Kosten für den Umstieg wären aus Sicht von CDU/Grüne/W-BUS leistbar.

„Mit dieser Umstellung sind nach unseren Informationen Mehrkosten von zirka 4000 Euro jährlich verbunden. Ein Beitrag in durchaus vertretbarer Größenordnung und ein sinnvoller Beitrag zur Ökologie“, so Fraktionschef Heino Meyer. Der Mehrausgaben ist sich auch Taebel bewusst. „Das bedingt natürlich einen höheren Preis“, so der Hankensbütteler Verwaltungschef. Die Energiewende kostet eben auch etwas Geld.

Von Benjamin Post

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