Nach Beschluss des Samtgemeinderats

Grüne fordern Erhalt der Bergfelder Schule

Die Außenstelle in Bergfeld
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Die Bergfelder Schule soll schließen. Schon seit einigen Jahren wird sie nicht mehr als Außenstelle der Parsauer Grundschule betrieben. Das gefällt nicht allen.
  • Hilke Bentes
    vonHilke Bentes
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Bergfeld – Der vom Samtgemeinderat beschlossene Schulanbau in Parsau zieht in Bergfeld Konsequenzen nach sich: Die Außenstelle der Grundschule, die sich an der Bergfelder Hauptstraße befindet, wird schließen müssen. Dass die Zukunft für das alte, im Moment nicht als Schule genutzte Gebäude ohnehin auf wackeligen Füßen stand, reicht den Grünen in der Samtgemeinde Brome nicht als endgültiges Argument. Sie kritisieren die Entscheidung des Samtgemeinderates und fordern den Erhalt der Grundschule.

„Unsere Fraktion fordert den Erhalt der kleinen Dorfschulen“, sagt Wilfried Sievers. „Wir sind erschrocken über den Aufbau von Distanz zu den Grundschulen und Kitas durch den Rat der Samtgemeinde Brome.“ Das Motto „Kurze Wege für kurze Beine“ habe noch immer Bedeutung für einen sozialen Lebensraum, auch für die Samtgemeinde Brome. „Wir brauchen einen sozioökonomischen Lebensraum zur Schaffung lebensfreundlicher Infrastruktur und sozialer Verhaltenskultur“, erklärt Sievers.

„Die Grundschule in Bergfeld darf nicht sterben. Auch andere Gemeinden laufen Gefahr, die Basis ihrer Zukunft und Infrastrukturentwicklung zu verlieren, wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird“, meint Frank-Markus Warnecke. „Bergfeld wird nicht durch Teilung der Infrastruktur gefördert, sondern durch verbindende Maßnahmen. Grundschulen und Kitas gehören zusammen.“ Die Fraktion will betroffene Bergfelder beim Kampf um den Erhalt der Schule unterstützen.

Der Samtgemeinderat hatte die Entscheidung um den großen Anbau relativ eindeutig bei 20 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen beschlossen. Dass das nicht ohne ein weinendes Auge geschah, das macht Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann im IK-Gespräch deutlich. Die Frage, die sich laut Peckmann stellt, ist aber auch folgende: Haben Bergfelder Kinder nicht in Zukunft mehr davon, wenn in Parsau das Ganztagsangebot zukunftsfähiger aufgestellt wird? „Wenn Bergfelder Kinder in der Zukunft auf ein solches Angebot zurückgreifen wollten, dann müssten sie so oder so zur Anschlussbetreuung nach Parsau gebracht werden“, so Peckmann. Für die umfassende Zukunftsvision der Parsauer Schule sei die Schließung in Bergfeld eine logische Konsequenz. Das Gebäude ist daneben auch schon seit einigen Jahren Kita-Standort.

Für das Kollegium in Parsau war die Außenstelle stets eine große logistische Herausforderung. Und Außenstellen müssten sich aus Sicht der Landesschulbehörde schon eindeutig lohnen, so Peckmann. Der Bedarf für Bergfelder Schüler sei in der Vergangenheit nicht in dem geforderten Maße vorhanden gewesen.

Die Zukunft der Schule sah also schon vor der Ratsentscheidung schlecht aus. Und mit den Investitionen, die den Standort Parsau zukunftsweisend aufstellen sollen, würden für alle Kinder Verbesserungen entstehen, die das Motto „Kurze Beine – kurze Wege“ übertreffen

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