Partei geht keine Koalition im Bromer Samtgemeinderat ein / Hoffen auf Sachpolitik

Grüne starten alleine durch

Die Grünen setzen in der anstehenden Legislaturperiode auf Sachpolitik – in einer eigenständigen Fraktion. Foto: picture-alliance

Brome. Die Grünen in Brome sind die ersten, die sich aus der Reserve locken lassen. Nach ihrer Mitgliederversammlung am Montag ist ihre Zielrichtung für die nächste Legislaturperiode im Bromer Samtgemeinderat nun klar: Sie wollen keine Koalition eingehen.

Nach dem Wahlerfolg bei den Kommunalwahlen am 11. September ziehen die Grünen mit drei Mitgliedern in den Samtgemeinderat ein. Dort wollen sie in der Opposition auf Sachpolitik setzen.

Es war nicht von vorneherein so, dass die Grünen nicht auf die Regierungsbank wollen. „Es gab in den vergangenen Wochen Gespräche mit Vertretern der SPD und der CDU“, so die Vorsitzende der Bromer Grünen, Astrid Leibach. Auf die Unterhaltung mit den Grünen verwies CDU-Vorsitzender Heino Meyer in der zurückliegenden Woche, doch nun steht fest: Eine Fortsetzung des Bündnisses mit den Christdemokraten wie in der vergangenen Legislaturperiode wird es nicht geben.

Die Gespräche mit der CDU und der SPD ergaben keinen Entschluss zu einer Koalition. „Im Verlauf der beiden Gespräche legten die Grünen Themen beziehungsweise Bereiche dar, die für sie als politische Arbeitsbereiche Priorität haben. Mit der SPD, als auch mit der CDU gab es hierbei durchaus gemeinsame Schnittmengen, die sich hoffentlich auch in der Zukunft zeigen werden“, erklärt die Grünen-Chefin.

Die Partei will im Samtgemeinderat mit ihren drei Mandatstägern Astrid Leibach, Swantje Baruschke und Frank-Markus Warnecke alleine durchstarten. „Die Grünen beschließen, sich für eine Ratsarbeit als eigenständige Fraktion auszusprechen. So können für die entsprechenden Aufgabenbereiche Entscheidungen von Fall zu Fall getroffen werden“, erläutert Leibach.

Der Beschluss der Grünen klingt auch nicht nach Twist in der anstehenden Legislaturperiode. Die Partei hofft „auf eine sachbezogene Politik“ und freut sich „auf eine faire, offene Zusammenarbeit mit allen Parteien in den kommenden fünf Jahren“.

Auf welche Koalition sie dann treffen ist noch offen. Mit ihrem Entschluss waren die Grünen auf jeden Fall schneller.

Von Benjamin Post

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