Draisinenfest des Fördervereins Ohretalbahn in Brome / Besucher probieren Schienenfahrzeuge aus

Großer Spaß auf alten Gleisen

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Verschiedene Draisinentypen – auch eine Motordraisine – waren auf den Gleisen im Einsatz. Die Ausrichter vom Förderverein Ohretalbahn hatten den Abschnitt zwischen Brome und Wiswedel freigeschnitten und fahrbereit gemacht. 

Brome. Es ist wohl schon eine ganze Weile her, dass soviel Betrieb an der ehemaligen OHE-Eisenbahnstrecke auf dem Abschnitt zwischen Brome und Wiswedel herrschte.

Zahlreiche Besucher – auch Familien – nutzten das schöne Wetter am gestrigen Sonntag, um einen Abstecher zum Draisinenfest des Fördervereins Ohretalbahn zu machen.

Mit der Veranstaltung auf dem Saatbau-Gebäude in der Nähe des alten Bahnhofs wollte der Förderverein vor allem in touristischer Hinsicht zeigen, was nach Ansicht der Mitglieder auf der Trasse möglich ist (das IK berichtete). Oberstes Ziel sei der Erhalt der früheren Strecke – trotz inzwischen erfolgter Entwidmung. „Wir bezeichnen es nicht als Strecke, sondern als Kulturgut“, erklärte Frank-Markus Warnecke, zweiter Vorsitzender des Fördervereins. „Wir wollen es nicht nur erhalten, sondern sinnvoll nutzen.“

Etwa für Draisinenfahrten. Beispiele für solche Nachnutzungen gibt es andernorts. Der Verein möchte dies zwischen Wittingen und Brome (oder noch darüber hinaus) ebenfalls erreichen und wirbt dafür.

Kräftig strampeln und los geht’s: Der Spaß war den Besuchern beim Draisinenfest auf dem Saatbau-Gelände in Brome anzusehen.

Dass die Fahrten mit den Draisinen ein großes Vergnügen darstellten, war den kleineren und größeren Besuchern jedenfalls ins Gesicht geschrieben. Zur Auswahl stand eine ganze Reihe verschiedener Schienenfahrzeuge, auch von befreundeten Vereinen aus Lüchow und aus Wathlingen bei Celle, die den Ohretalbahn-Förderverein darüber hinaus auch personell kräftig bei der Umsetzung des Festes unterstützt hatten.

Fahrrad- und Tretdraisinen konnten von den Interessierten ausprobiert werden. Außerdem konnte auf einer Hebeldraisine Platz genommen werden, die von einer Motordraisine gezogen wurde, in der ebenfalls ein Mitfahren möglich war.

Ich finde, so etwas sollte erhalten bleiben.

Besucherin Elisabeth van Werde

Die Mitglieder des Fördervereins hatten sich vorab um die nötigen Genehmigungen und Versicherungen gekümmert, die Strecke freigeschnitten und fahrbereit gemacht. Eigentlich sollte sie vom Bromer Saatbau-Gelände bis nach Wiswedel gehen; weil es an einer Stelle aber eine Unwucht im Gleis gab, war der Schienenweg ein wenig kürzer.

„Mir hat es gut gefallen“, befand etwa Besucherin Elisabeth van Werde aus Hankensbüttel. „Ich finde, so etwas sollte erhalten werden“, sagte sie mit Blick auf die alte Trasse. Deren Nutzung mit Draisinen „könnte ein Magnet für die Region werden“, meinte van Werde.

Von Alexander Täger

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