Mehr als 300 Gäste nehmen am Bürgerfrühstück der 444-Jahr-Feier teil

Große Geburtstagsfete für Lessien

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Die Bandmitglieder von „Still Searching“ haben den Besuchern in Lessien mächtig eingeheizt und ihre Gitarrensaiten ordentlich zum Glühen gebracht.

Lessien. „Das war absolute Klasse. “ Ehra-Lessiens Bürgermeisterin Jenny Reissig war restlos begeistert: Drei Tage ging es bei der 444-Jahr-Feier rund in Lessien.

Gestern gab‘s noch einen krönenden Höhepunkt: Mehr als 300 Gäste waren zum Bürgerfrühstück mit den beliebten Jazz-Musikern von Saratoga Seven gekommen. Davor hatten schon ein Platzkonzert mit dem Gifhorner Parforcehorn-Bläsercorps Gifhorn und ein Gottesdienst mit Pastor Helmut Kramer stattgefunden.

Die Big Band Tappenbeck erntete auf der 444-Jahr-Feier in Lessien großen Beifall. Fotos: Täger

Der Startschuss war schon am Freitagabend im Schützenhaus gefallen. Lange Festreden waren dabei bewusst nicht auf dem Programm – schließlich hatte der Neujahrsempfang der Gemeinde ganz im Zeichen des Geburtstagsjahres gestanden. „Habt alle viel Spaß und feiert einfach 444 Jahre Lessien“, brachte es Reissig auf den Punkt. Für Stimmung sorgte neben dem Ehraner Entertainer Heiner Glupe und den Hankensbütteler „Chaoten“ die Gymnastik-Damengruppe des TuS Ehra-Lessien um Hannelore Sattler, die Tanzeinlagen inklusive optischer Täuschungen vorführten. „Das war grandios“, meinte Edgar Kluge aus Ehra.

Mit dabei war natürlich auch Karl König, der vor mehr als sechs Jahrzehnten den Ort im Alter von 18 „einer unerfüllten Liebe wegen“ verlassen hatte und dessen Vater einst Kommandant auf dem Truppenübungsplatz war (das IK berichtete). Seine Heimat hat er dabei nie vergessen: „Keine Welt kann so schön sein wie Lessien“, betonte König, der derzeit am Bodensee lebt.

Auch die jüngeren Besucher kamen bei den Feierlichkeiten auf ihre Kosten.

Mehr als 100 Ehraner enterten sprichwörtlich am Sonnabend die Bühne und zeigten ein Potpourri aus Show, Musik und Tanz. „Das ist unser Geschenk an die Lessiener“, erklärte Moderator und Organisator Wolfgang Scheer. Die Herzsportgruppe des TuS etwa präsentierte sich als Luft-Orchester, afrikanische Rhythmen gab‘s von den Trommlern um Jenny Reissig. Auch mit dabei: Die „Klabautermänner von 1997“ mit einer wilden Piraten-Show und bekannten Seemanns-Liedern.

Während die Theatergruppe Barwedel im Schützenhaus das Stück „Eine Frau muss her“ zeigte, gab‘s für die Kinder auf dem Platz mit den Spielstationen, Luftballon-Kunst und Riesenseifenblasen viel zu tun. Mit dem Lessiener Shanty-Chor „Die Elbsegler“ ging es schunkelig und nahtlos weiter im prallgefüllten Festprogramm. „Spitze“, fand Anneliese Bogner. „Das kann man immer wieder hören.“ Großen Beifall bekam auch die Big Band Tappenbeck, die auf Wunsch vieler Lessiener geholt worden waren.

„Rock im Dorf“ hieß es dann am Abend: Vier Bands – Skurril, Rainbows End, Still Searching und Problem Child – heizten beim Open-Air-Konzert ein. Und als es – nach einem durchweg sonnigen Tag – dann doch noch kurz regnete, tanzten viele zu „Smoke on the water“ einfach vor der Bühne weiter.

„Einfach super“, resümierte Reissig. „Von jung bis alt – es war einfach für jeden etwas dabei.“

Von Alexander Täger

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