Samtgemeinde Brome zieht Bilanz: Knapp 12 Millionen investiert / Verwaltung setzt neue Ziele

Größter Batzen in Schule und Sport

Die Samtgemeinde musste in der vergangenen Legislaturperiode tief in die Tasche greifen. Es wurde laut Bürgermeister Bammel „so viel wie noch nie investiert“. Foto: picture-alliance

Brome. Eine Bilanz-Pressekonferenz wie ein großes Wirtschaftsunternehmen berief Jürgen Bammel nicht extra ein. Zum Ende der 28.

Sitzung des Bromer Samtgemeinderates in der vergangenen Legislaturperiode nahm sich der Samtgemeindebürgermeister einige Minuten und verkündete die Zahlen und Fakten der Samtgemeinde Brome. Es wurde „viel investiert“, auf die Verwaltung kommt in den nächsten fünf Jahren noch einiges zu.

So erfuhren die anwesenden Kommunalpolitiker aus dem Samtgemeinderat, dass die Verwaltung der Samtgemeinde von 2006 bis 2011 427 Vorlagen erarbeitet hat. Sie selbst – wenn sie denn immer die Sitzung besucht haben – tagten 28 Mal, alle zwei Monate. Der Samtgemeindeausschuss traf sich 52 Mal (alle fünf Wochen). Insgesamt wurde 141 Sitzungen (alle 14 Tage) gehalten.

Die gefassten Beschlüsse kosteten viel Geld. Der Griff in die Tasche der Samtgemeinde war tiefer denn je. Unterm Strich steht, dass in den vergangenen fünf Jahren knapp 12 Millionen Euro ausgegeben wurden. „So viel haben wir noch nie investiert“, konstatierte Bammel. Der größte Batzen floss in den Bereich Schule und Sport: 7,4 Millionen Euro. Diese beiden Ressorts sind der Samtgemeinde „lieb, aber teuer“.

Besonders der Bau der Großturnhalle in Rühen schlägt hier zu Buche. Der Rest fiel für die Kindertagesstätten (2,4 Millionen), den Feuerschutz (1,4 Millionen), der Verwaltung (500 000 Euro) und sonstigem (150 000 Euro) an. Die wesentlichen Entscheidungen respektive Weichenstellungen kosten aber nicht nur viel Geld.

Der Rathauschef merkte an, dass die „Verwaltung am Rande der Kapazitäten“ arbeite. Zeit zum Ausruhen haben die Verwaltung und die Politik in den nächsten fünf Jahren jedoch nicht. Auf der Agenda steht einiges: Die systematische energetische Gebäudesanierung, die Änderung der Gebührensatzung des Bromer Freibades und die Erweiterung des Feuerwehrhauses Parsau.

Zudem müssen sich Verwaltung und Politik mit Energetik, Schulden der Absetzung von Abnutzungen und Steuerungsmodellen auseinandersetzen. „Das sind Themen, die uns in den nächsten Jahren beschäftigen“, blickte Bammel voraus. Einem großen Thema, was auch anderswo schon diskutiert wird, müssen sich die Samtgemeinde und die Politik annehmen: die Kommunalreform. „Das kommt auf uns zu“, prognostizierte Bammel.

Bei der nächsten Bilanz in fünf Jahren gibt es dazu vielleicht Zahlen und Fakten.

Von Benjamin Post

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