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Tempo-30-Zonen in Brome auf dem Prüfstand

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Von: Hilke Bentes

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Tempo-30-Zone in Mainz. In Brome wird darüber diskutiert.
In Brome steht auch die Mühlenstraße im Fokus. Gegen das Geschwindigkeitsproblem soll etwas getan werden. Aber was, das war die Frage bei der jüngsten Sitzung. © Andreas Arnold

Brome – Immer wieder werden Rufe von Bürgern laut, die besonders in Tempo-30-Zonen im Flecken Brome zu schnelles Fahren anmahnen. Bei der jüngsten Sitzung des Fleckenrats kam das Thema per Antrag erneut auf den Tisch: Sollen sogenannte Berliner Kissen zur Verkehrsberuhigung in Tempo-30-Zonen aufgebracht werden? Der Rat war sich uneins. Nach einer langen Diskussion standen die Mitglieder wieder am Anfang.

Dass die Ratsmitglieder etwas zur Temporegulierung unternehmen wollen, daran ließ niemand einen Zweifel. Aber wie, das war die große Frage, auf die niemand so recht eine Antwort fand. Ganz oben standen die Mühlenstraße und die Braunschweiger Straße, die durch entsprechende Maßnahmen ausgebremst werden sollen. Friedrich-Wilhelm Klopp (CDU) merkte allerdings an, dass für ihn die Schulstraße Priorität habe.

Eine überzeugte Mehrheit fand sich zum jetzigen Zeitpunkt in keiner Straße für die Aufbringung der Berliner Kissen. Diese Fahrbahnschwellen sollten in der Theorie zur deutlichen Reduzierung beitragen. Ob das gelingt? „Ich finde, wir sollten uns da noch besser informieren“, meinte Stefanie Kremeike (CDU). Sie fand sich für eine Entscheidung noch nicht breit genug informiert. „Gibt es denn da noch andere Alternativen, über die wir reden sollten?“ Sie verwies auch auf möglichen Lärm, der durch diese Schwellen für die Anwohner entstehen könnte.

Dem schloss sich Ulrich Dörrheide (CDU) an. „Das Auto alleine macht vielleicht keinen Lärm, wenn es darüber saust. Aber ein Anhänger, der mit Holz beladen ist, schon.“ Man müsse genau abwägen, ob diese Lösung die Beste sei. „Brome hat in der Vergangenheit schon die unterschiedlichsten Dinge ausprobiert.“ Oft habe man im Nachhinein Schwellen oder Poller aufgrund von Anwohnerbeschwerden wieder abgebaut.

Das positive Beispiel von Berliner Kissen führte Rita Lange (SPD) an. „Guckt und sprecht mit Bürgern in Ehra, die sind sehr zufrieden.“ Lange fand, dass in dieser Thematik nicht wieder von vorne angefangen werden sollte. „Lasst uns diese Schwellen doch kaufen.“

Ralf Grimm (FWG) und einige andere Mitglieder sprachen sich dafür aus, eine große 30 auf die Fahrbahn aufzubringen – auch mehrmals bei einer langen Straße. „Und dann gucken wir nebenbei weiter.“ Schlussendlich wurde der Tagesordnungspunkt ganz vertagt, denn für Philine De Bock (Grüne) blieb die Frage nach den Kosten für diese Fahrbahnkennzeichung offen. Bei der Anzahl an Tempo-30-Zonen in Brome könne das schnell sehr teuer werden. „Da hätte ich gerne Kosten und Langlebigkeit der Farbe gewusst.“ Die Verwaltung soll nun Kosten für die Fahrbahn-Farbe sowie weitere Alternativen zur Temporeduzierung prüfen.

Auch die Jugendförderung soll einbezogen werden. Iris Buch (CDU) schlug vor, dass Kinder mögliche Holz-Gestalten bemalen, die dann zur weiteren Abschreckung aufgestellt werden können. Dazu soll auch das Geschwindigkeitsmessgerät in die betroffenen Straßen gehängt werden.

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