Spannende Einblicke auf 150 Seiten

Heimatforscher veröffentlichen Buch über Ehras Geschichte

Winfried Rolke (links) und Harald Harms.
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Winfried Rolke (links) und Harald Harms haben die Geschichte von Ehra in einem Buch zusammengetragen und veröffentlicht
  • Hilke Bentes
    VonHilke Bentes
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Ehra – 150 bedruckte Seiten, über ein Jahr Arbeit und eine Menge Recherche – das steckt hinter dem Buch „Geschichtliches aus Ehra“. Die beiden Heimatforscher Winfried Rolke aus Lessien und der in Ehra geborene und aufgewachsene Harald Harms haben mit ihrem Werk Wissen aufbereitet, was auch künftigen Generationen zur Verfügung stehen soll.

„Wir wollen die Geschichte des Dorfes erhalten“, sagt Rolke. Bisher gebe es keine detaillierte Chronik der Ortschaft, doch mit ihrem Werk hat sich das geändert. Es galt unzählige Gerichtsprotokolle zu wälzen und Spuren von Namenserwähnungen zu folgen, um die Geschichte umfangreich und mit vielen Originalen, Urkunden und Fotos aufzubereiten. Auch die Suche und Gespräche im Ort haben die beiden Hobby-Historiker auf spannende Spuren geführt. Die eine oder andere interessante Entdeckung, die habe es bei der Aufbereitung der Geschichte durchaus gegeben. Herausgekommen ist ein Buch, welches mit über 80 unterschiedlichen Geschichten die repräsentative Vergangenheit darstellen kann.

Die Zusammenarbeit der beiden Männer klappte dabei stets gut. „Doch, das harmoniert prächtig“, freut sich der 79-jährige Harms, der in Jemkbe wohnt, seine Kindheit aber in Ehra verbrachte. Schon zuvor hat er an einigen historischen Werken mitgearbeitet. Das Interesse der beiden Heimatforscher verbindet sie, viele Stunden gemeinsamer Arbeit liegen hinter ihnen.

Die erste urkundliche Erwähnung Ehras ist 1309, berichten Rolke und Harms. Der Ursprung findet sich in dem Buch wieder, welches Ehras Geschichte bis in die aktuellen 2000er Jahre erzählt. Nach Fertigstellung des Buches war das Interesse daran rege, die Auflage war schnell vergriffen. Auch die Gemeinde Ehra-Lessien hat bei dem Vertrieb der Auflage geholfen. „Das war wirklich toll, ein großes Danke an die Verantwortlichen“, so Harms.

Bei diesem einen Buch soll es aber nicht bleiben. Die Beiden arbeiten im Moment fleißig an ihrem zweiten gemeinsamen Werk. „Leben, Handel, Wirtschaft: Alltägliches Leben“, steckt gerade mitten in der Entstehung. Das Werk wird noch umfangreicher, berichtet Rolke. „Über 200 Seiten werden es am Ende sicher werden.“ Die Hobby-Historiker würden sich über weitere Anregungen aus der Bevölkerung freuen. „Wer dazu etwas beitragen will, kann sich sehr gerne bei uns melden.“ Im kommenden Jahr soll das zweite Buch von Rolke und Harms erscheinen.

Ob es darüber hinaus noch Werke geben wird – beispielsweise wäre die Fülle an Material für die Einbeziehung von Lessien zu gewaltig geworden – bleibt wohl abzuwarten. „Wir wollen uns erst mal auf das jetzige Buch konzentrieren“, so Harms.

Wer Interesse an „Geschichtliches aus Ehra“ hat, der kann sich an die Gemeinde werden.

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