Ehra: Toiletten in der Grundschule befinden sich in desolatem Zustand / Kita erstmals ohne eigenen Hausmeister

Gerüche, laute Türen und kaltes Wasser

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Während ihrer dritten Bereisung nahmen die Mitglieder des Jugendausschusses und des Schulausschusses der Samtgemeinde Brome unter anderem die Kita (Foto) und die Grundschule in Ehra unter die Lupe. 

Ehra-Lessien. Die Rundreise der Mitglieder des Jugend- und Sozialausschusses sowie des Schulausschusses zu den Kitas, Grundschulen und Jugendtreffs in der Samtgemeinde Brome geht weiter. Am Dienstag standen die Einrichtungen in Ehra-Lessien und Parsau auf der Agenda.

Die Kindertagesstätte in Ehra-Lessien besuchen derzeit 43 Mädchen und Jungen, die von 8 bis 16 Uhr oder von 8 bis 12 Uhr betreut werden – darunter zwei Flüchtlingskinder. Wie Leiterin Doris Schatz erläuterte, soll im nächsten Kita-Jahr eine Gruppe vergrößert werden.

Eine Gruppe ist eine sogenannte Integrationsgruppe, in der Kinder mit Handicap betreut werden. Anfragen kämen aus Rühen und Parsau – auch, wenn die Eltern gerne einen Platz vor Ort haben. Aus dem Bereich Rühen besuchen derzeit vier „I-Kinder“ die Kita in Ehra. Jörg Böse (CDU) merkte an, dass man überlegen sollte, wo in der Samtgemeinde die Möglichkeit bestehe, weitere I-Gruppen einzurichten. „Wir sollten uns dafür einsetzen, dass in Rühen eine I-Gruppe eingerichtet wird“, forderte Astrid Leibach (Grüne). Schatz weiß, dass es nicht einfach sei, heilpädagogische Kräfte zu rekrutieren, wenn es überall I-Gruppen gebe.

Sorge bereitet Schatz, dass vor Kurzem der Hausmeister verabschiedet wurde und die Kita nun vom Hausmeister betreut werde, der auch in Bergfeld und Parsau tätig ist. „Ich befürchte ein logistisches Problem, insbesondere im Winter. Dann könnte sich die Frage stellen, wo zuerst Schnee geschippt werde.

Weiter ging es in der benachbarten Grundschule. Dort stellte sich heraus, dass die Sanierung der Toiletten ein großes Anliegen ist – von Schülern und Eltern gleichermaßen. Die Türen schließen zu laut, die Geruchsbelästigung ist hoch und warmes Wasser zum Händewaschen fehlt ganz. „Hier muss grundlegend etwas gemacht werden“, weiß Böse.

Wie die Ausschussmitglieder erfuhren, werde ein Ganztagsangebot von den derzeit 55 Schülern beziehungsweise deren Eltern kaum genutzt. Bis 14 Uhr gibt es eine Hausaufgabenbetreuung, die vom Förderverein der Schule übernommen wird. „Ein Ganztagsangebot kann auch für eine kleine Schule interessant sein. Die Bezirke der Ganztagsbetreuung werden in die Diskussion geraten“, weiß Böse. Wer in Ehra wohnt und eine Ganztagsbetreuung möchte, muss sein Kind in Brome beschulen lassen. Die Ausschussmitglieder können sich vorstellen, nach den Ferien die Eltern zu einer Ganztagsbetreuung zu befragen. Leibach überlegte, den Förderverein für seine Hausaufgabenbetreuung finanziell zu unterstützen.

Die Akustik in den unteren Klassenräumen hat sich dank Schallsegeln sehr verbessert. Problematisch gestalten sich jedoch die Holzrahmen-Fenster. Diese lassen sich mittlerweile nicht mehr richtig öffnen. Aus Sicherheitsgründen wurden die Fensterhebel ganz entfernt.

Auf dem Programm standen noch der Jugendtreff in Ehra sowie die Grundschule und der Jugendtreff in Parsau.

Von Carola Hussak

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