Brome, Tülau, Parsau, Boitzenhagen, Ehra-Lessien wollen Förderung durch Dorfregion

Gemeinsame Projekte finden

+
Das Thema Förderung von sanierungsbedürftigen Häusern ist für Brome sehr wichtig. Aber dafür hat der Flecken bereits Pläne in Auftrag gegeben.

Brome. Das Förderprogramm „Dorferneuerung“ läuft aus. Das Nachfolgeprogramm nennt sich „Dorfregion“ (das IK berichtete). Ziel ist nun eine interkommunale Zusammenarbeit in den Regionen mit einer gemeinsamen Konzeptentwicklung.

Schnell kristallisierte sich heraus, dass die Stadt Wittingen für Boitzenhagen sowie Brome, Tülau, Ehra-Lessien und Parsau gemeinsam eine Regionsbildung wollen, sie bildeten einen Arbeitskreis.

Die Regionsbildung soll über ein Planungsbüro laufen. Gemeinsam mit Bromes Bürgermeister Gerhard Borchert stellte dieses am Montag die nächsten Schritte vor. „Es hat ja bereits vorab vier Gespräche unter den Bürgermeistern gegeben. Wir haben erarbeitet, welche gemeinsamen Schritte möglich und umsetzbar sind“, erläutert Borchert auf IK-Anfrage. Es gebe bestimmte Projekte mit überregionalem Charakter, die man organisieren kann. Als Beispiele nennt der Fleckenbürgermeister die Altersstruktur, die ärztliche Versorgung und Veranstaltungsorte, die immer weniger würden, sowie die Förderung von sanierungsbedürftigen Häusern. „Wir in Brome sind besonders mit Blick auf den letzten Punkt vorbereitet. Diesbezüglich haben wir schon einen Plan in Auftrag gegeben“, teilt Borchert mit. Nun müsse man der Bewilligungsbehörde nachweisen, wie welche Projekte umgesetzt werden können.

Im nächsten Schritt wollen sich die Bürgermeister gemeinsam mit dem Planer die Orte ansehen und überlegen, welche Projekte man aufnehmen könnte und welche mit Blick auf die ländliche Region umsetzbar wären, um Zuschüsse zu erhalten. Wie Borchert im IK-Gespräch erklärt, können Kommunen mit weniger guten Einnahmen eine staatliche Förderung von bis zu 63 Prozent erhalten. Hinzu kämen noch 10 Prozent aus dem Leader-Programm zur Kofinanzierung.

Bis zum 30. Juni müssen laut Borchert die Anträge gestellt werden, damit die Gemeinden Anfang 2018 in das Förderprogramm aufgenommen werden. „Das wird sportlich, das alles hinzubekommen. Aber uns ist auch klar, dass man nicht alle Projekte von heute auf morgen umsetzen kann“, weiß Bromes Verwaltungschef.

Von Carola Hussak

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare