Lessien: Eine Eiche muss zugunsten des Buswendeplatzes am Schützenheim weichen / Lindenfällung würde keine Verbesserung bringen

Gemeinderat stimmt gegen Fällung von zwei Bäumen

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Am Lessiener Schützenplatz soll ein Wendeplatz für Busse entstehen. Um dafür Platz zu schaffen, muss eine Eiche gefällt werden.

ola Lessien. Die Umbaumaßnahme der Bushaltestellen in Lessien haben am Montag begonnen.

Wie Ehra-Lessiens Bürgermeister Jörg Böse während der Ratssitzung Mittwochabend berichtete, müssen Autofahrer in den kommenden sechs bis acht Wochen mit Behinderungen in den Bereichen der Bushaltestellen rechnen.

Am Lessiener Schützenplatz soll für den Bus ein Wendeplatz gebaut werden (das IK berichtete). Damit dem Bus genügend Platz zur Verfügung steht, muss eine Eiche gefällt werden. Am Mittwoch stand das Thema dennoch erneut zur Diskussion. „Ich bin von Bürgern angesprochen worden, ob zusätzlich zur Eiche auch noch zwei Linden gefällt werden könnten“, erläuterte Böse. Das wäre dann ein Abwasch.

Doch nun war guter Rat teuer. Daher ließ Böse CDU-Ratsfrau Katinka Ditges, deren Ehemann Bezirksförster ist, das Problem näher erläutern, was sich nach der Fällung ergeben könnte. Die beiden Lerchen würden quasi die Eichen bedrängen und hätten im Laufe der Jahre eine Krone gebildet. „Wenn die beiden Linden nun gefällt würden, wäre die Eichen einseitig kahl sowie ungeschützt Wind und Wetter ausgesetzt. Der Baum kann die Krone nicht nachbilden. Ich bin also skeptisch, was die Fällung angeht – und der Baum wird schlimm aussehen.“ Zusätzlich merkte Ditges an, dass die Bäume auch den Lärm der geplanten Autobahn 39 schlucken würden und auch an Ort und Stelle Schatten spenden.

Von Argumenten überzeugt, sprach sich der Gemeinderat einstimmig gegen die Fällung der zwei Linden aus, da für die Königseichen keine Verbesserung eintreten wird. Gefällt wird nun eine Eiche.

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