Ehra-Lessien: Haushaltsvorberatungen ergeben ein Minus von rund 600 000 Euro durch Investitionen

Gemeinde will den Rotstift ansetzen

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Damit die Rücklage nicht von Jahr zu Jahr schrumpft müsste die Gemeinde Abstriche an Investitionen machen. 

ola Ehra-Lessien. Erst einmal in die Haushalts-Vorberatungen ist der Gemeinderat Ehra-Lessien in seiner Sitzung am Mittwochabend eingestiegen. So, wie es auf den ersten Blick aussieht, wird die Gemeinde durch Investitionen mit rund 600 000 Euro ins Minus rutschen.

Aufgefangen werden kann die Summe durch die Rücklage aus 2017, die sich auf rund 1,3 Millionen Euro beläuft und dadurch halbieren wird. Eine Gesamtsumme an Ein- und Ausgaben stand Mittwochabend noch nicht fest.

Jörg Böse

Peter Albrecht (SPD) machte gleich zu Anfang deutlich, dass man an einige Punkte spitz rangehen müsse. Inwieweit das bis zur nächsten Sitzung erfolgt, wird sich zeigen. So werden 5000 Euro für den IT-Verbund fällig, 18 000 Euro für Fraktions- und Sitzungsgelder und 6200 Euro für neue Schränke, Stühle und Gardinen im Gemeindebüro. Wie Bürgermeister Jörg Böse (CDU) erläutert, würden derzeit Akten und Unterlagen in offenen Regalen stehen. Weitere 15 000 Euro werden im Bereich Heimat- und Kulturpflege fällig. Unter anderem soll am Lessiener Schützenplatz eine Hecke gepflanzt werden. Am Geschichtslehrpfad besteht Handlungsbedarf was den Weg betrifft.

Weitere 12 500 Euro sollen in die Sanierung der Sanitäranlagen im Jugendtreff fließen. Doch damit gab sich Albrecht nicht zufrieden: „Jugendtreffs sind Samtgemeinde-Aufgabe und nicht die der Gemeinde. Daher sollten wir erstmal dort Anträge stellen. Hier geht es schließlich um eine größere Summe.“ Dem stimmten die Ratsmitglieder zu.

35 000 Euro sollen in die Bauunterhaltung der Turnhalle und des Sportplatzes fließen. 5800 Euro würde eine Beleuchtung für den B-Platz kosten. Die wird notwendig, denn täglich werde trainiert – allerdings auf dem beleuchteten A-Platz, der stark darunter leidet. Nach einem Wasserschaden an der Turnhalle, der sich aber nicht als solcher herausstellte, wurden 5000 Euro für einen Gutachter auf Null gesetzt, schlussendlich aber doch wieder in den Haushalt eingestellt. „Die Intension war, dass wir durch den Gutachter einen Plan erstellen können, was nach und nach gemacht werden muss“, rief Sven Grabowski (SPD) in Erinnerung. „Verschieben wir dafür die Beleuchtung für den B-Platz?“, wollte Dirk Fricke (CDU) wissen. „Das können wir dann in der Gesamtbetrachtung des Haushaltes entscheiden“, entgegnete Albrecht.

Eine Summe von 89 000 Euro ist für Straßensanierungen eingeplant. „Wir haben einige, wo etwas gemacht werden muss“, weiß Böse. In Sachen Grundstücksentwicklung stehen Einnahmen von 192 000 Euro Ausgaben von 569 000 Euro gegenüber. Hinzu kommen Planungskosten für die Dorfregion in Höhe von 206 000 Euro. „Die Planung für die Dorfregion, das Baugebiet und die Straßensanierung gleichzeitig umzusetzen halte ich finanziell für schwierig“, gab Fricke abschließend zu bedenken.

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