Gemeinde Rühen schafft weitere Baugebiete und will Zahl der Einwohner auf 6000 steigern

„Kreisel wird uns Kraft kosten“

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Am Ortsausgang Rühen in Richtung Parsau will die Gemeinde Rühen einen Kreisel bauen. Über diesen soll dann der Verkehr aus den Wohngebieten Museleitsche und Koleitsche auf die Bundesstraße geleitet werden.

Rühen. In Rühen wird weiter fleißig gebaut. Das Baugebiet Rippeitz ist abgeschlossen und auch im Baugebiet Museleitsche II ist der zweite Bauabschnitt beendet. „Mit dem dritten Bauabschnitt soll im Frühjahr begonnen werden.

50 bis 60 Abschnitte sollen dort entstehen“, berichtet Bürgermeister Karl-Peter Ludwig. Insgesamt umfasst das Baugebiet Museleitsche 150 Bauplätze.

Wie Ludwig in Aussicht stellt, soll mit dem ersten Bauabschnitt „Koleitsche“ im Frühjahr 2015 begonnen werden. „In diesem Jahr sollen der Flächennutzungs- und der Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Erschließung soll dann 2015 erfolgen“, erklärt der Bürgermeister. In drei Abschnitten sollen 220 Bauplätze entstehen, die über einen Erschließungsträger verkauft werden sollen. „Wir arbeiten daran, die Einwohnerzahl von 6000 zu knacken“, blickt Ludwig in die Zukunft.

Weiter gebaut wird am Sportheim in Brechtorf. Abgeschlossen ist der technische Bereich – Strom, Heizung, Gas. „Wir warten jetzt noch auf den Haushaltsplan 2014, dann soll mit den Trockenbaumaßnahmen, der Decke und der Isolierung begonnen werden. 100 000 Euro werden dafür jährlich eingeplant“, informiert Ludwig. In den Gemeindebesitz übergangen sind die Straße am Sportplatz in Eischott und die Kurze Straße in Rühen. Am Sportheim in Eischott sind die Sanierung des Daches und der Decke abgeschlossen. In Rühen soll in diesem Jahr die Decke im Schießheim Rühen gemacht werden.

Im vergangenen Jahr haben Brechtorf und Rühen neue Bushaltestellen bekommen. Kosten: 75 000 Euro. In diesem Jahr wird in Eischott eine neue Bushaltestelle gebaut – wenn die Kreisstraße 332 zur Gemeindestraße herabgestuft wird.

Die Hoffnung, dass für Brechtorf Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm fließen, gibt Bürgermeister Ludwig nicht auf: „Wir sind zum dritten Mal drin, aber es ist bisher noch kein Geld geflossen.“

Fest im Blick hat Ludwig das Thema seniorengerechtes Wohnen. Verwirklicht werden soll dieses im ersten Bauabschnitt Koleitsche. 50 bis 60 Plätze sollen entstehen. „Das soll ein Rundum-Paket werden. Dazu gehört dann auch, dass Mittagessen für Bürger angeboten wird, die nicht das betreute Wohnen in Anspruch nehmen“, erklärt Ludwig. Was das Projekt betreffe, herrsche im Rat Einigkeit.

Dreimal hat die Gemeinde eine Breitbandförderung für Eischott beantragt, in diesem Frühjahr soll sie umgesetzt werden. Über einen Funkmast aus Sachsen-Anhalt wird die Telekom die Haushalte versorgen. „Die Förderzusage liegt uns vor“, sagt Ludwig.

Bedingt durch eine neue Trinkwasserverordnung zur Kontrolle von Legionellen musste die Gemeinde in vier Sportheimen Leitungen umrüsten, damit das Gesundheitsamt ohne Probleme Warmwasserproben entnehmen kann.

„Viel Kraft wird uns der geplante Kreiselbau am Ortsausgang Richtung Parsau kosten“, weiß Ludwig. Dieser wird notwendig, um den Verkehr aus den Baugebieten Museleitsche und Koleitsche auf die Bundesstraße zu leiten. Ludwig geht von einer Investitionssumme in Höhe von 1 Million Euro aus.

Mehr als 10 000 Euro wird die Gemeinde am Sportplatz in Rühen investieren müssen. Rund um die Fläche stehen Eichen – die Anwohner wollen die Bäume weghaben, anderen wollen sie behalten. „Wir lassen nun ein Baumgutachten erstellen. Als Gemeinde haben sind wir für die Verkehrssicherungspflicht zuständig. Wenn, dann muss mit Augenmaß durchgeforstet werden“, weiß Bürgemeister Ludwig.

Von Carola Hussak

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