Filiale schließt zum neuen Jahr

Gemeinde und Deutsche Post suchen neuen Standort in Rühen

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Die Post-Filiale in Rühen schließt Ende Dezember ihre Pforten. Die Suche nach einem neuen Standort läuft. 

Rühen – Die Post in Rühen zieht um, zumindest hofft das die Gemeinde. Denn das Unternehmen bestätigt auf IK-Anfrage die Schließung der derzeitige Filiale, die sich im Getränkemarkt an der Hauptstraße befindet.

Zu den Gründen dazu wollte sich der Getränkevertrieb Osterburg-Kleinau dem IK gegenüber nicht äußern. Medienberichten zufolge wird die Filiale der Deutschen Post in Rühen aber nach dem 31. Dezember geschlossen, nachdem sie dort vor gerade einmal zwei Jahren eingezogen war. Die gewünschten Synergie-Effekte seien nicht eingetreten, viel mehr hätten die Post-Kunden das Personal zu sehr in Anspruch genommen. Während der Abwicklung des Post-Geschäfts hätten vermehrt Kunden des Getränkemarktes Schlange stehen müssen. Nun wolle man sich wieder auf das eigene Kerngeschäft konzentrieren.

Das Angebot, dass die Post zur Zeit in Rühen bietet, will sie ihren Kunden aber auch weiterhin bereitstellen. Dazu soll eine neue Filiale eingerichtet werden, heißt es seitens der Deutschen Post. „Unsere Vertriebsleitung wurde bereits mit der Suche nach einem neuen Partner beauftragt“, berichtet Maike Wintjen von der Pressestelle der Post.

Auch Rühens Bürgermeister Karl Urban will die Post im Ort halten. „Wir sind von der Schließung nicht gerade erbaut“, sagt er. „Rühen wächst und wächst – da braucht es eine vernünftige Post im Ort.“ Dass es noch keine richtige Alternative gibt, findet Urban daher sehr schade. Gerüchten zufolge sollte die Post wieder an ihrem vorherigen Standort angesiedelt werden, aber damit kann Urban aufräumen: „Der Besitzer möchte das nicht.“ Ohnehin mache für Urban auch mit Blick auf die Größe Rühens eine eigenständige Filiale mehr Sinn. „So nebenher kann das doch keiner leisten“, schätzt er.

Dafür hat er auch schon einen Standort ins Auge gefasst: Die ehemaligen Büroräume der Versicherung in der Nähe des Getränkemarktes würden sich eignen. Trotz mancher Ideen habe die Gemeinde aber noch keine direkten Gespräche mit der Post geführt, daher stehe noch nichts fest. „Mehr können wir zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht sagen“, erklärt deshalb auch Post-Sprecherin Wintjen.

VON DENNIS TESCH

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