Gemeinderat will fünf weitere Geschwindigkeitsmessanlagen installieren

Gegen Bromes Temposünder

In Zicherie steht schon eine solche Geschwindigkeitsmessanlage: Nun sollen noch fünf weitere Anlagen folgen. Damit sollen die Temposünder im Flecken Brome gebremst werden.
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In Zicherie steht schon eine solche Geschwindigkeitsmessanlage: Nun sollen noch fünf weitere Anlagen folgen. Damit sollen die Temposünder im Flecken Brome gebremst werden.

Brome – Im Flecken Brome wird zu schnell gefahren. Der Meinung sind die Ratsmitglieder des Fleckens Brome. Nun soll etwas dagegen untergenommen werden. Nur wie, das war die Frage bei der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Mit Blick auf die bereits aufgestellte Geschwindigkeitsmessanlage in der Böckwitzer Straße in Zicherie sollen nun weitere Anlagen angeschafft werden. Damit will die Gemeinde etwas gegen die Raser tun.

Seit zwei Jahren hängt in Zicherie eine Anlage, die die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer misst. Gerne würde die Gruppe der SPD/FDP sowie der Fraktion FWG fünf weitere Anlagen in der Gemeinde aufstellen. „Wer den Verkehr in der Gemeinde beobachtet, der ist sprachlos“, erklärte Jürgen Bammel (FWG). Aber in Zicherie hätte sich der Nutzen einer Messanlage durchaus bewiesen.

Das bestätigte Fabian Fehse (FWG), der sich der Auswertung der Daten in der Böckwitzer Straße angenommen hatte. „Es gibt im Schnitt 4000 Autos, die die Böckwitzer Straße im Pendlerverkehr pro Tag befahren“, erklärte er den Ratsmitgliedern und Zuhörern im Hotel Hubertus. „Ist die Anlage aktiv, reagieren knappe 1000 Autofahrer und bremsen ab.“ Das hätten die Daten in Zicherie bewiesen. Auch die dortigen Anwohner würden einen Unterschied bemerken. „Ist die Anlage aus, dann steigt die Tempoüberschreitung wieder an. Den Anwohnern fällt das sofort auf.“

Wilfried Klopp (CDU) überlegte, ob nicht ein vorübergehender Tausch auch funktionieren würde. „Wir besitzen zwei Anlagen, können wir die nicht zeitversetzt umhängen?“ Klopp erinnerte daran, dass sich die Haushaltslage der Gemeinde durch die Corona-Krise nicht verbessern würde. Knappe 13 000 Euro soll es die Gemeinde kosten, wenn fünf Messanlagen und die dazugehörigen Anschlüsse angeschafft werden.

„Entsteht auf Dauer nicht sowieso ein Gewöhnungseffekt bei Fahrern, die dort tagtäglich vorbeifahren?“, fragte Alexander Leopold (CDU). Er warf in den Raum, dass das Umhängen an verschiedenen Stellen einen größeren Effekt haben könnte. „Unwahrscheinlich“, befand Fehse.

Astrid Leibach von den Grünen stellte sich die Frage, ob nicht an Knotenpunkten über eine bauliche Verkehrsberuhigung nachgedacht werden sollte, um an Gefahrenherden das Problem ganzheitlich zu lösen. „Da sind die fünf Geschwindigkeitsmessanlagen aber bedeutend günstiger“, merkte Lothar Hilmer (FWG) an. Bürgermeister Gerhard Borchert (CDU) warf einen Kompromiss in den Raum. „Wir müssen doch nicht sofort fünf Anlagen kaufen.“ Bei der Abstimmung wurde der Vorschlag, fünf Anlagen anzuschaffen, mit 13 Stimmen dafür und 2 Stimmen dagegen, beschlossen. (VON HILKE BENTES)

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