Samtgemeinde Brome sieht kostenfreie Erbbegräbnisse als nicht mehr zeitgemäß an

Gebührenänderung, aber weich

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Als nicht mehr zeitgemäß sieht die Bromer Samtgemeindeverwaltung kostenfreie Beisetzungen für Familienmitglieder an, deren Verwandte einst Flächen für Friedhöfe zur Verfügung gestellt hatten.

Samtgemeinde Brome. Die Zeiten haben sich geändert. Daher möchte die Samtgemeinde Brome künftig in Fällen, in denen von Dritten Flächen für Friedhöfe zur Verfügung gestellt wurden und damals kostenfreie Beisetzungen für Familienmitglieder eingeräumt wurden, diese alten Rechte nicht abrupt ändern, sondern weich auslaufen lassen.

Dieser Empfehlung stimmte jüngst der Haushalts- und Wirtschaftsausschuss der Samtgemeinde Brome zu. „Das Ganze ist nicht mehr zeitgemäß und geht bis auf das 16. Jahrhundert zurück“, erläuterte Verwaltungsmitarbeiter Klaus Hackbarth.

Im Zuge dessen soll eine grundsätzliche Regelung für Erbbegräbnisstätten und für Grabstätten von Personen, die selbst oder deren Vorfahren Land für den Friedhof zur Verfügung gestellt haben, geschaffen werden. „Wegen eines aktuellen Gerichtsurteils ist eine Anpassung der heutigen gesellschaftlichen Strukturen angeraten“, heißt es in der Vorlage.

„Mittlerweile sind die Friedhöfe kommunalisiert und auch diese Familiengrabstätten müssen gepflegt werden“, machte Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann deutlich. Viele Familienangehörige würden aber schon gar nicht mehr in der hiesigen Umgebung wohnen und die Kosten für die Pflege würden bei der Verwaltung hängen bleiben. Daher, so Peckmann, müsse eine Regelung getroffen werden und ein sanfter Weg, diese Anpassung vorzunehmen. Im Klartext heißt das: Eine Bestattung wäre noch kostenlos, danach werden Gebühren erhoben, die mit der Unterhaltung des Grabes verbunden sind.

Eine Entscheidung trifft der Samtgemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 15. März, um 19 Uhr im Sportheim Faitschenkrug in Eischott.

Von Carola Hussak

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