Rühen: Politik und Verwaltung nehmen Situation in die Kita-Außenstelle unter die Lupe / Ausschuss tagt Ende April

„Gebühren-Kürzung nicht gerechtfertigt“

Dietrich Schaefer ließ sich von Helga Bartels (Mitte) und Manuela Peckmann die Kita zeigen.

Rühen. Bei der letzten Sitzung des Bromer Samtgemeinderates kam es in der Bürgerfragestunde zu fast schon tumultartigen Szenen.

Die mobilen Räume der Kita-Außenstelle Rühen sind hell und freundlich. Fotos: Deipenau

Dabei machten Vertreter des Elternrates lautstark deutlich, dass die Eltern, der derzeit in mobilen Räumlichkeiten der Kindertagesstätte Rühen betreuten Kinder, von der Samtgemeindeverwaltung Verbesserungen in der Ausstattung sowohl innerhalb der Räumlichkeiten, als auch auf der Außenanlage fordern. Explizit bemängelt wurden angeblich fehlende Kleiderhaken sowie fehlende Spielgeräte. Zudem wurde die Aufstellung einer Ablage für die kleinen Gummistiefel in einem Sanitärraum als „nicht üblich“ moniert. In einem Antrag an den Träger der Einrichtung fordern die Elternvertreter einen Nachlass der Kita-Gebühren von 20 Prozent. Insbesondere Arthur Stroka kritisierte während der Sitzung, dass man die gleichen Beiträge zahle wie die Eltern, deren Kinder die Haupt-Kita besuchen, diese aber wesentlich besser ausgestattet sei.

In der nächsten Sitzung setzen sich die Mitglieder des Jugend-, Sport- und Sozialausschussses erneut mit der Thematik auseinander. Um sich einen Eindruck vor Ort zu verschaffen, machten die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses jüngst in der Kita Rühen Station. Dabei konnten keine der von den Elternvertretern vorgebrachten Mängel bestätigt werden. Auch auf dem Außengelände sind mit Schaukel, Klettergerüst und mehreren Sandkästen allem Anschein nach ausreichend Spielmöglichkeiten vorhanden.

Die Leiterin der Rühener Kindertagesstätten, Helga Bartels, betonte in diesem Zusammenhang, dass sich die pädagogischen Konzepte an die vorhandenen örtlichen Gegebenheiten anpassen. „Jede Kita ist anders gelegen und es wird daher auch jeweils anders verfahren. Unsere Erzieherinnen sind hochqualifiziert und wissen sehr genau, wie die jeweils vorhandenen Möglichkeiten bestens zum Wohle der betreuten Kinder genutzt werden können“, macht Bartels deutlich. Würde man auf dem Gelände zum Beispiel größeres Spielgerät aufstellen, bliebe den Kinder nicht genügend Platz zum toben. Auch die Picknick- und Klönbänke müssten wieder abgebaut und eingemottet werden.

Manuela Peckmann, Verwaltungsvorstand für externe Dienste bei der Samtgemeindeverwaltung, wies unter Anderem darauf hin, dass die Gruppenräume „sehr großzügig“ bemessen seien und mit einer Fläche von etwa elf Quadratmetern weit über der gesetzlich vorgeschriebenen Raumgröße liegen würde. Und auch sonst wäre alles das vorhanden, was für eine frühkindliche Erziehung und Betreuung nötig sei. Peckmann betonte zudem, dass man bei der Ausstattung der mobilen Räume großen Wert auf Qualität gelegt habe. „Es wurden spezielle schallabsorbierende Deckenelemente eingebaut, die unter Anderem den Geräuschpegel niedrig halten. Auch bei der Wärmeisolierung wurde nach neuesten energetischen Erkenntnissen verfahren“, so Peckmann.

„Dass es bauartbedingt an einigen Durchgängen etwas eng ist, dürfte den laufenden Betrieb aber in keiner Weise stören“, meinte dann auch der als Bürgervertreter mitgereiste Wilfried Ducksch, dessen Enkel ebenfalls in Rühen betreut wird. Ducksch sagte weiter, dass sich viele Eltern der hier betreuten Kinder in einem Gespräch positiv über diese als temporär gedachte Anlage geäußert hätten.

Von Detlev E. Deipenau und Carola Peiser

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