Landesschulbehörde lehnt Konzept der Grundschule Ehra-Lessien ab / Antrag soll überarbeitet werden

Ganztags erst im Schuljahr 2020/21

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Die Grundschule Ehra-Lessien möchte Eltern und Kindern ein offenes Ganztagsangebot bieten – eigentlich schon im Schuljahr 2019/2020. Doch das Konzept muss noch einmal überarbeitet werden.

Ehra. Zunächst sah es danach aus, dass die Grundschule Ehra-Lessien ab dem Schuljahr 2019/2020 als offene Ganztagsschule geführt wird.

Den Antrag zog die Schule aber jetzt erst einmal für ein Jahr zurück, wie Direktorin Christine Vette kürzlich in der Schulausschusssitzung mitteilte. Grund dafür ist das noch nicht ganz ausgereifte Ganztagskonzept.

„Wir haben Anfang, Mitte Juni schnell ein Konzept aufgesetzt, weil wir eine Deadline am 15. Juni hatten. Das war aber sehr kurzfristig für uns.“ Dadurch sei das Konzept noch nicht zu hundert Prozent ausgereift gewesen und die Landesschulbehörde hat es abgelehnt. Nach Rücksprache mit der Schulentwicklungsberatung der Landesschulbehörde soll der Antrag deswegen zurückgezogen und das Konzept überarbeitet werden. Dabei sollen nun die Eltern, Kollegium, die Samtgemeinde und die Gemeinde auch mit eingebunden werden, damit „wir das Konzept auf guten Grund stellen“, so Vette.

Dazu brauche es allerdings Zeit. Im Oktober und November sollen die ersten großen Treffen mit der Landesschulentwicklung erfolgen, damit das Konzept bis nächsten Mai auf dem Tisch liegt. „Wir werden den Antrag 2019 wiederholen. Wir setzen also im höchsten Fall aus, aber wir ziehen den Antrag nicht zurück“, stellte Direktorin Vette klar.

Jörg Böse, Ausschussvorsitzender und Bürgermeister von Ehra-Lessien, hofft indes, dass die Verschiebung um ein Jahr keine Auswirkung auf die Elternbefragung haben wird: „Wenn wir uns die Situation angucken, dass der Kindergarten bereits mit einer Ganztagsgruppe läuft, ist der Bedarf auch in der Grundschule einfach da.“ Auch wenn Böse den Start der Ganztagsschule zum nächsten Jahr gern gesehen hätte, wurde der Tagesordnungspunkt einstimmig vom Ausschuss abgesetzt. Jetzt wartet man erst einmal auf das nächste Jahr.

Von Ann-Cathrin Brey

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