Elternbefragung startet / Interesse muss bei über 50 Prozent liegen

Ganztag in Ehra oder nicht?

Anfang September fand in Ehra-Lessien ein Dorfgespräch zum Thema Ganztag in der Grundschule statt. Rektor Andreas Lang hatte seine Ideen und Wünsche vorgestellt. Nun wurde der entworfene Fragebogen an die Eltern verteilt.
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Anfang September fand in Ehra-Lessien ein Dorfgespräch zum Thema Ganztag in der Grundschule statt. Rektor Andreas Lang hatte seine Ideen und Wünsche vorgestellt. Nun wurde der entworfene Fragebogen an die Eltern verteilt.

Ehra – Im September wurde der Stein beim Dorfgespräch ins Rollen gebracht – und nun wird eine wichtige Frage gestellt. Ob und wie die Grundschule in Ehra ein Betreuungsangebot über den Pflichtunterricht hinaus erhält, darüber wurde viel gesprochen.

Nun sind die Eltern an der Reihe: Wünschen sie für ihren Nachwuchs in den kommenden Jahren eine Anschlussbetreuung? Die Schule, die Kita und die Elternvertreter haben nun Fragebögen an die betroffenen Eltern verteilt. Die Verantwortlichen um Rektor Andreas Lang und die Kita-Leiterin Doris Schatz sind auf die Auswertung sehr gespannt.

Auf Gemeinde- und Samtgemeindeebene wurde häufig über den Ganztagswunsch gesprochen. Nun müssen die Eltern sagen, was sie wollen – oder nicht. Mehr als 50 Prozent der Kinder ab drei Jahren, die im Moment die Kita und die erste und zweite Klasse der Grundschule besuchen, müssten an diesem Angebot interessiert sein, erklärt der Rektor. Ansonsten wären alle Schritte, die danach folgen müssten, sinnlos.

Die Verwirklichung eines Ganztagsangebots würde vermutlich nicht vor zwei Jahren Realität werden – sollte denn der Bedarf da sein und auch die Samtgemeinde sich dafür aussprechen. Für die jetzigen Kinder in den Klassenstufen drei und vier zu spät. Sie wären dann schon längst an weiterführenden Schulen.

Der Fragebogen, der seit Montag verteilt wird, soll zum einen den generellen Bedarf abfragen. Ist der Ganztag gewünscht? Und wenn ja, wie soll das Konzept aussehen? Offen oder gebunden? Welche Jahrgänge wünschen eine Ganztagsbetreuung? All diese Fragen, die bis zum 30. November beantwortet werden können, sollen bei der Findung eines für alle Beteiligten zufriedenstellenden Konzeptes helfen.

Der Fragebogen wurde zusammen mit dem Vorsitzenden des Schulelternrates Gordon Seitz, der Samtgemeinde Brome und der neugegründeten Arbeitsgruppe entworfen. Aus dem Kitabereich kamen ebenfalls viele Anregungen, wie Lang berichtet.

Nun hoffen die Verantwortlichen auf eine rege Beteiligung, damit am Ende ein aussagekräftiges Ergebnis bei der Auswertung herausspringt. Und vielleicht ist die Grundschule Ehra dann ja schon einen großen Schritt bei der Verwirklichung des Projektes Ganztag weiter.

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