Erster Weißstorch zurück in Hoitlingen / Pärchen in Triangel folgt kurz darauf

Frühe Heimkehrer im Kreis Gifhorn

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Das Triangler Weißstorchenpärchen ist zusammen mit dem Hoitlinger Storchenweibchen als Erstes zurück in der Heimat. Die Kälte macht den Zugvögeln laut Hans-Jürgen Behrmann, ehrenamtlicher Weißstorchenbetreuer für den Kreis, nicht viel aus.

Hoitlingen/Triangel. Anfang Februar – und schon sind drei Weißstörche in den Landkreis Gifhorn zurückgekehrt. Der Erste – ein Weibchen – bezog in Hoitlingen sein Nest (das IK berichtete). Am 30. Januar folgte das nächste Weibchen in Triangel.

Ein paar Stunden später kam auch dessen Partner in Triangel an. Ein vierter Storch wurde im Flug gesichtet.

Dass die ersten beiden Rückkehrer Weibchen sind, sei ungewöhnlich, aber nicht schlimm. „Das ist dann einfach gegen den Trend“, weiß Hans-Jürgen Behrmann, ehrenamtlicher Weißstorchbetreuer für die Kreise Celle und Gifhorn. „Das Hoitlinger Männchen wird dann auch bald kommen.“

Hans-JürgenBehrmann

Im Allgemeinen sind die Störche in diesem Jahr früh dran. „Zum einen ist bei uns der Winter ausgefallen, zum anderen hatten wir in letzter Zeit eine Süd-West-Strömung, die die Störche genutzt haben“, erklärt Behrmann. Der Hoitlinger Weißstorch sei aber auch gar nicht weit geflogen. Am 11. Oktober habe man das Weibchen noch in den Braunschweiger Rieselfeldern registriert. „Danach ist sie nach Frankreich geflogen und hat da überwintert“, so Behrmann. Sollte nun doch noch der Winter einbrechen, so drohe den Vögeln keine Gefahr. „Kälte macht den Störchen überhaupt nichts. Auch mit weniger Nahrung kommen sie bestens aus“, weiß der Weißstorch-Experte. So seien zum Beispiel Störche auf die Deponie geflogen, als vor vier Jahren ein Wintereinbruch mit Schnee und Eis den Landkreis Gifhorn heimsuchte. Zudem gebe es einen Storch im Kreis, der nie in den Süden fliege. Das Isenbütteler Storchenmännchen sei nun schon zum dritten Mal im Kreis geblieben. „Er hat nie kennengelernt wegzufliegen, weil er sieben Jahre in Gefangenschaft gelebt hat“, erklärt Behrmann.

Von Ann-Cathrin Brey

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