Parsau soll bis 2024 Schwerpunktschule bleiben / Ausschuss möchte zusätzliche Einrichtung in Brome

Fristverlängerung für Inklusion?

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Zumindest der Schulausschuss der Samtgemeinde Brome sprach sich in seiner jüngsten Sitzung für die Einrichtung einer Inklusions-Grundschule in Brome aus. 

Brome. Zum Schuljahr 2013/14 wurde in Niedersachsen die erste inklusive Schule eingeführt. Die inklusive Schule soll Schülern einen barrierefreien und gleichberechtigten Zugang ermöglichen.

Grundschulen nehmen seit dem 1. August 2013 alle Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Lernen im 1. Schuljahrgang auf. Für die Förderschwerpunkte geistige Entwicklung, Hören, Sehen sowie körperliche und motorische Entwicklung können für einen Übergangszeitraum bis 2024 Schwerpunkt-Grundschulen vorgehalten werden. Bis dahin soll an allen Schulen Inklusion vorgehalten werden.

Das gestaltet sich in den Kommunen allerdings nicht so einfach – insbesondere aus finanzieller Sicht. Wie Bromes Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann im IK-Gespräch erläutert, würde das Land für die Umsetzung jährlich Mittel in Höhe von 7.000 Euro zur Verfügung stellen. „Aber das ist ein Tropfen auf den heißen Stein“, beklagt die Verwaltungschefin. In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses der Samtgemeinde empfahlen die Mitglieder, die Grundschule Brome ab dem Schuljahr 2018/19 als Schwerpunktschule für körperliche und motorische Entwicklung und Hören zu bestimmen. Die baulichen und örtlichen Voraussetzungen seien dort gegeben, sodass in Brome der Förderbedarf für die Grundschulbereiche Brome, Ehra und Voitz abgedeckt wäre.

Außerdem sprach sich der Ausschuss dafür aus, für die Ganztagsgrundschule Parsau einen Antrag auf Verlängerung als Schwerpunktschule in den Förderschwerpunkten körperliche und motorische Entwicklung für den Bereich Rühen zu stellen – bis zum 31. Juli 2024.

„Der Umbau der Schulen ist sehr aufwendig. Allein in Parsau war der Aufwand für Umbauten für eine zusätzliche Inklusion erheblich“, weiß Peckmann. Daher empfahl der Ausschuss, einen Antrag auf Verlängerung der Frist, an allen Schulen ein Inklusions-Angebot einzurichten. Voraussetzung für die Fristverlängerung ist, dass gleichzeitig ein Plan zur Instruktionsfähigkeit aller Schulen im Gemeindegebiet vorgelegt wird.

Von Dennis Tesch und Carola Hussak

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