Wegfall der Elternentgelte bereitet Sorgen

Fliegenpilz soll zahlungsfähig bleiben: Samtgemeinde Brome unterstützt weiterhin

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Die Kita „Fliegenpilz“ in Parsau ist auch weiterhin auf Ausgleichszahlungen angewiesen.

Parsau – Die Kita „Fliegenpilz“ in Parsau erhält noch einmal 11 830 Euro von der Samtgemeinde Brome. Das beschloss der Samtgemeinderat auf seiner jüngsten Zusammenkunft einstimmig, um die Zahlungsunfähigkeit der Kita abzuwenden.

Hintergrund sind finanzielle Schwierigkeiten. Denn seit August 2018 ist das Elternentgelt entfallen. Vorher hatte man dadurch rund 6800 Euro pro Monat eingenommen. Zudem entfiel seit August auch die Finanzhilfe des Landes für das dritte Kindergartenjahr von monatlich rund 1720 Euro.

Daher stellte die Vorsitzende des Fördervereins Kindertagesstätte Parsau e.V., Nadine Polle, den Antrag, die monatlichen Defizitausgleichszahlungen der Samtgemeinde Brome um 4000 Euro zu erhöhen. Der Verein ist der Träger der Kita und verfügt über keine Ressourcen, mit denen man das Defizit ausgleichen könnte.

Die Verwaltung prüft derzeit noch die „sehr komplexen Unterlagen“, wie es in der Beschlussvorlage heißt. „Insbesondere die Darstellung der Personalkosten hat trotz intensiver Recherche noch viele offene Fragen ergeben“, heißt es da weiter. Die Kita Fliegenpilz beschäftigt sechs pädagogische Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit, eine Servicekraft und eine Reinigungskraft.

Mit den bereits erwähnten Zahlen errechnete die Samtgemeinde ein Gesamtdefizit von rund 41 100 Euro für das Jahr 2018. Doch dem stehen die vom Land Niedersachsen erhöhten Personalkostenzuschüsse für den Kindergartenbereich gegenüber. Die Verwaltung empfahl, die monatlichen Zahlungen bis Jahresende auf 11 830 Euro zu erhöhen, stellte einen Antrag für den Härtefallfonds des Landes.

Nun scheint das Problem noch immer nicht gelöst zu sein, und die Mittel werden weiterhin benötigt. „Wir bewegen uns da haushaltsmäßig noch im sicheren Bereich“, erklärte Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann. Man dürfe den Träger nicht im Stich lassen, betonte Karl-Peter Ludwig (SPD), „sonst müssen wir das selbst übernehmen.“

Mit Blick auf die aktuellen Bedarfszahlen (das IK berichtete) keine leichte Aufgabe für die Samtgemeinde: Die Kita Fliegenpilz bietet 50 Kindern Betreuungsplätze.

VON DENNIS TESCH

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