Tilgung des drückenden NLG-Darlehens

Flecken Brome stellt Haushalt vor: Wieder handlungsfähig

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Gute Nachrichten aus dem Bromer Rathaus: Der Flecken kann eine alte Belastung tilgen.

Brome – „Wir sind auf einem guten Weg“, freute sich Bromes Bürgermeister Gerhard Borchert. Er stellte auf der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend in der Perle an der Ohre einen Haushalt mit Überschuss vor.

Demnach sei man mit den Erträgen zufrieden. Zwar seien die Einnahmen aus der Gewerbesteuer im Vergleich zum Vorjahr geringer, dafür habe man aber mehr aus der Einkommenssteuer erhalten.

„Die größten Ausgaben sind nach wie vor die Umlagen an Samtgemeinde und Landkreis“, erklärte Borchert. Die Umlagen entsprechen mit einer Höhe von 2,38 Millionen Euro 70,5 Prozent der ordentlichen Aufwendungen. Nach deren Abzug „bleiben noch 463 000 Euro für uns“, sagte Borchert.

Als weitere Ertragsquellen des Fleckens nennt der Haushalt Konzessionen (106 000 Euro) und Auflösungserträge aus Sonderposten (187 000 Euro). Borchert nannte zudem den Verkauf weiterer Grundstücke auf dem Mittelfeld (1,3 Millionen Euro). Damit stehe man gut da, habe einen Überschuss erwirtschaften können.

„Wir sind in der Lage, eine Verpflichtung, die uns jahrelang gequält hat, abzulösen“, freute sich der Fleckenbürgermeister. Er spricht von dem noch offenen Darlehen der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) in Höhe von 700 000 Euro. Dieses nahm der Flecken im Zusammenhang mit der Erschließung des Baugebiets Windmühlenberg auf. Wenn das Darlehen getilgt ist, fällt eine schwere Last von Brome ab.

„Dann sind wir wieder handlungsfähig“, sagte Borchert. Vor sieben Jahren hatte der Flecken noch mit 1,037 Millionen Euro zu kämpfen, musste einen Sparkurs fahren. Derzeit habe man eine Pro-Kopf-Verschuldung von 431 Euro. Nach Tilgung des NLG-Darlehens liege man da bei 219 Euro. „Das ist immer noch eine hohe Verschuldung“, mahnte Borchert und verwies auf den Landesdurchschnitt von 210 Euro pro Kopf, „aber deutlich besser.“ Der Rat beschloss den Haushalt einstimmig. Eine Neuverschuldung ist nicht vorgesehen.

VON DENNIS TESCH

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