Parkbuchten weggefräst / Ärger um Raupen und Aufkleber

Flecken Brome: Neue Parkplätze am Rathaus

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Auf der Rückseite des Bromer Rathauses entstehen fünf neue Parkplätze als Ausgleich für umgenutzte.

Brome – Ein altes Ärgernis wird endlich entfernt: Die Parkbuchten auf der Bromer Bahnhofstraße werden weggefräst.

Neben alten und neuen Parkplätzen waren auch ausländerfeindliche Aufkleber, der Eichenprozessionsspinner (EPS), die Dorfregion und Personalkosten Thema in der jüngsten Sitzung des Bromer Gemeinderats.

Die bürokratischen Hürden sind überwunden: „Voraussichtlich werden die Parkbuchten in der Woche vor Ostern entfernt“, freute sich Bürgermeister Gerhard Borchert. Er hofft gut ein Jahr nach dem entsprechenden Ratsbeschluss auf eine Verkehrsentspannung und mehr Sicherheit.

Derweil entstehen hinter dem Rathaus fünf neue Parkplätze. Diese werden auf Kosten des Eiscafés Guzzo geschaffen, das dafür Parkplätze im vorderen Bereich des Rathauses nutzen kann. Im entsprechenden Beschluss richtete der Bromer Gemeinderat sich nach dem Wortlaut des Beschlusses der Samtgemeinde (das IK berichtete).

Nicht zu tolerieren seien „sehr viele ausländerfeindliche Aufkleber“, über die der Bürgermeister berichten musste. Die seien überall in Brome aufgetaucht und sorgten für Ärger. Die Polizei sei involviert, aber man habe noch keinen Verantwortlichen gefunden. „Das ist auf’s Ärgste zu rügen“, sagte Borchert.

Auch die Haltung des Landes in Sachen EPS ärgert ihn. „Eigentlich will keiner uns unterstützen.“ Man werde so schnell wie möglich mit der Bekämpfung beginnen – allerdings auf eigene Kosten. Das gilt wohl auch für die Folgejahre. „Das ist eine unendliche Geschichte“, sagte Borchert, „und ein unerträglicher Zustand.“ Er hofft zwar auf eine Entlastung in der Zukunft, aber das sei erst mal nicht abzusehen, wenn sich die Ministerien „den Schwarzen Peter zuschieben.“

Auf Ablehnung stießen auch zwei Anträge der SPD/FPD-Gruppe zur Erstellung eines Konzeptes zum kommunalen Klimaschutz und einer Anmeldung zum Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Ersteren lehnte man ab, da der Landkreis erklärte habe, das wäre ein zu großes Projekt. Für Letzteren müsse man erst Einwohner befragen und informieren. „Aus blauem Dunst kann man keine Anträge stellen“, sagte Borchert.

VON DENNIS TESCH

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