Altendorf: Possierliches Tier in der hiesigen Region fast ausgerottet / Lebensraum wieder zurückerobert

Fischotter ist seit 2008 wieder in der Ohre ansässig

Flink im Wasser und auch auf dem Land – dort kann ein Fischotter bis zu 30 Stundenkilometer schnell werden. Unter Wasser kann sich das Tier acht Minuten, ohne Luft zu holen, aufhalten.
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Flink im Wasser und auch auf dem Land – dort kann ein Fischotter bis zu 30 Stundenkilometer schnell werden. Unter Wasser kann sich das Tier acht Minuten, ohne Luft zu holen, aufhalten.

Altendorf. Seit 2008 lebt der Fischotter wieder in der Ohre bei Altendorf. Das ist durch zahlreiche Beobachtungen und Kotfunde nachgewiesen. Den Lebensraum konnte er durch die Bautätigkeit des Bibers zurückerobern.

Dieser hat im Naturschutzgebiet die Ohre durch Dämme gestaut. In den neu gebildeten Flachgewässern können sich Jungfische ideal entwickeln.

Wo vermehrt Fische sind, finden sich auch die ein, die davon leben, wie Reiher, Eisvogel und Fischotter. Dadurch, dass der Mensch in die Landschaft dort nicht eingreift und „aufräumt“, gibt es durch umgefallene Bäume, zahlreiche Büsche und Uferhöhlungen ausreichend Verstecke, die der Fischotter bei seiner Nahrungssuche benötigt.

Dass der Fischotter wieder heimisch geworden ist, ist durch Beobachtungen und Kotfunde nachzuweisen.

„Die Tiere waren bei uns fast ausgerottet. Ihr unglaublich dichtes Fell mit mehr als 1000 Haaren pro Quadratmillimeter war früher sehr begehrt. Außerdem wurde er als Nahrungskonkurrent des Menschen bejagt. Heute steht das noch seltene Tier ganzjährig unter Schutz“, weiß der Altendorfer Gerd Blanke zu berichten. Als Nahrung dienen dem Wassermarder neben Fischen auch Frösche und wirbellose Tiere, wie Schnecken. Egal, was das Tier gefressen hat, der Kot hat immer den gleichen Geruch. Ursache ist ein Darmenzym.

Da Otter meistens nachtaktiv sind, ist eine Beobachtung in freier Natur relativ selten. Die Tiere sind äußerst beweglich, an Land wie im Wasser. „Fast 30 Stundenkilometer ist ein Tier an Land schnell. Beim Tauchen können sie bis zu acht Minuten unter Wasser bleiben“, erklärt Blanke. Bedingt durch den hohen Stoffwechsel müssen die Tiere 15 Prozent ihres Körpergewichts pro Tag fressen. Ein Fischotter kann bis zu einem Meter lang und etwa 20 Kilogramm schwer werden.

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