Brome: Bannier will für Sanierungsmaßnahmen Fördertöpfe anzapfen / Rat soll Thema aufgreifen

Finanzielle Hilfe für Bürger?

Unkraut, wo das Auge hinsieht, hinzu kommen marode Hausfassaden – die Hauptstraße in Brome sieht teilweise recht unattraktiv aus. Eine Finanzspritze für Privatleute, um sanieren zu können, könnten aus Fördertöpfen fließen. Foto: Hussak

Brome. Die Missstände an der Hauptstraße in Brome sind nicht zu übersehen: Risse an Häuserfassaden, wild wucherndes Grün, hier und da bröckeln Putz und Steine.

Das Problem: Entweder fehlt das Geld für Sanierungsmaßnahmen oder die Gebäude stehen leer und die Besitzer sind schon lange weggezogen.

Bromes Ex-Bürgermeister Adolf Bannier sieht nun eine Möglichkeit, die städtebaulichen Missstände an der Bromer Hauptstraße über finanzielle Sanierungsmöglichkeiten zu beheben. „Derzeit muss die Hauptstraße neben dem stetig steigenden Verkehrsaufkommen zusätzlich den Schwerlastverkehr aufnehmen und verkraften. Das führt zu einem baulichen Substanzverlust bis hin zu Leerständen“, ist Bannier der Meinung. Nennenswerte Investitionen im privaten Bereich seien demzufolge den Grundstückeigentümern nicht zuzumuten.

„Das könnte sich jedoch ändern, wenn über Förderprogramme die Grundstückseigentümer eine finanzielle Unterstützung erhalten“, meint Bannier. Nach seinen Informationen bieten sich dazu vom Land vorgehaltene Programme wie das „Denkmalschutzprogramm für Hochbauten“ und „Aktive Stadt/Ortszentren“ an. In einem Schreiben an Fleckenbürgermeister Gerhard Borchert regt Bannier an, im Gemeinderat eine entsprechende Beschlussfassung herbeizuführen. Nachdem, so Bannier, Ende der 80er Jahre städtebauliche Sanierungsmaßnahmen im Bromer Ortskern vorgenommen wurden, seien nun der Bereich Hochbau an der Reihe.

Aus der Verwaltung sei nun signalisiert worden, dass sich der Bromer Bauausschuss und der Rat mit dem Thema beschäftigen. Gibt es einen Beschluss, so Bannier, dann würden Gespräche mit dem Sozialministerium Hannover folgen. Zudem hofft der Bromer auf die Unterstützung der Landtagsfraktionen. Es folgt das Aufstellen eines Sanierungsprogramms mit fachmännischer Unterstützung. „Die betroffenen Bürger sollten rechtzeitig überall mit eingebunden werden“, ist Bannier überzeugt.

Von Carola Hussak

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