Acht Livebands sorgen für ausgelassene Stimmung

Fill the Void-Festival in Voitze trotzt dem Regen

Das Fill the Void-festival in Voitze.
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Das Fill the Void-Festival in Voitze zog am Wochenende über 300 Besucher an: Acht Livebands trotzten den Regenschauern, die der Stimmung keinen Abbruch taten
  • Hilke Bentes
    VonHilke Bentes
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Voitze – Der Regen machte am Ende gar nichts aus: Das Fill the Void-Festival in Voitze war ein Erfolg. Viele Musikbegeisterte kamen, um gemeinsam zu singen und Newcomern zu lauschen, die die kleine Ortschaft in eine ganz besondere Atmosphäre tauchen sollten.

Bei den Verantwortlichen und den Gästen gab es nur eine Meinung: Es war ein gelungenes Wochenende, was besonders in Corona-Zeiten guttat.

Zwischendurch hatte man ganz vergessen, dass man sich in dem sonst eher beschaulichen und ruhigen Voitze befand. Am Freitagabend (27. August) ging es mit dem Musikfestival bereits los, und vier Liveacts begeisterten das Publikum, dazwischen gab es reichlich Rahmenprogramm. „Damit hat die Musik nie aufgehört zu spielen“, berichtete Marvin Ziemons vom Veranstaltungsteam, der sich über das gelungene Wochenende ohne Zwischenfälle sehr freute.

Das Festival wurde auf zwei Tage aufgeteilt, um in Zeiten der Corona-Krise die Besucher zu entzerren. Beide Tage fanden sich gut 150 Besucher ein, um – ganz im Zeichen des Festivals – die kulturelle Stille zu füllen. Conny, Das Neu, Kaltenkirchen und Nina Chuba sorgten für einen stimmungsvollen Freitagabend, der bis in die Nacht dauern sollte. Die Besucher quittierten die Acts mit reichlich Applaus und verlangten Zugaben. „Ich glaube, wir hatten ganz viele interessante Newcomer zu Gast, die in den kommenden Jahren noch für Aufsehen sorgen werden“, erklärte Ziemons. Ein Festival in einem ländlichen Raum – das war die Aufgabe des Veranstaltungsteams. Und der Andrang zeigte: Es kann funktionieren. „Aber nur dank eines starken Teams, welches sich in den vergangenen Wochen abgerackert hat“, so Ziemons. Etwa 30 ehrenamtliche Helfer stemmten die Organisation.

Es gab an diesem Wochenende ganz unterschiedliche Genres auf die Ohren: Von Hip Hop, über Rap bis zu Rock und Pop bot das Fill the Void ein Aufgebot an stimmungsvoller Musik. Und am Samstag sollte es nach dem erfolgreichen ersten Tag weitergehen. Und dann stieg auch die Band Letters Sent Home in das Festivalgeschehen ein: Die Band besteht aus Künstlern aus der unmittelbaren Region: Einige kommen aus der Wolfsburger Ecke, und der Gitarrist Robin Werner gar aus der Gemeinde Tülau. Für Werner war es ein echtes Heimspiel, da er sich als Initiator des Festivals verantwortlich zeigte. Umso größer die Freude, vor heimischem Publikum zu spielen und die zwei Abende voll und ganz zu genießen. „Die Tatsache, dass es ein Heimspiel ist, macht uns eher noch ein bisschen aufgeregter“, verkündete Letters Sent Home-Frontfrau Emily Paschke. Doch beim Auftritt merkte man den vier Musikern nichts mehr an. Auch einige neue Songs wurden auf der Hauptbühne gespielt, bekannte Hits sollten sich dem Auftritt anschließen. Später heizten die Jungs von The Deadnotes der Menge, die sich auch vom Dauerregen nicht beeindrucken ließ, gehörig ein. Kurzerhand kamen Regenpon-chos zutage, Schirme wurden aufgeklappt. Andere störten sich an dem Regen noch weniger – sie tanzten und sangen ungebremst in die Nacht hinein.

Nach den gelungenen zwei Festivaltagen war es nicht verwunderlich, dass die Organisatoren schon an eine dritte Auflage dachten. „Es gibt dann schon noch Dinge, die wir uns für die Zukunft vorstellen können, natürlich sind die Gedanken an ein drittes Fill the Void da“, sagte Ziemons im IK-Gespräch. Die Corona-Auflagen konnten gut erfüllt werden, am Eingang wurden die 3G-Regeln kontrolliert.

Das von Werner und Ziemons ins Leben gerufene Ticketportal „Ticketree“ machte auch das komplett bargeldlose Bezahlen in Voitze möglich, und tat bei jedem verkauften Ticket auch etwas für die Umwelt „Das beweist sich in dieser Zeit natürlich besonders“, so Ziemons.

Auch Tülaus Bürgermeister Martin Zenk gesellte sich beide Abende zu den Musikbegeisterten. „Es ist wirklich toll, was die Truppe hier in Voitze auf die Beine gestellt hat. Das macht einen stolz.“

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