Ausschuss empfiehlt günstigste Variante mit viel Eigenleistung der Ortswehr

Feuerwehrgerätehaus in Bergfeld: Anbau für 550.000 Euro

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Der Feuerschutzausschuss empfahl einen Anbau für das Bergfelder Gerätehaus.

Bergfeld – Das Feuerwehrgerätehaus in Bergfeld muss modernen Standards angepasst werden.

Als beste Möglichkeit sieht der Feuerschutzausschuss der Samtgemeinde Brome einen Um- und Anbau für 550.000 Euro an, bei dem die Freiwillige Feuerwehr Bergfeld viel Eigenleistung erbringen muss.

Derzeit arbeitet die Samtgemeinde Brome an der schrittweisen Umsetzung des Brandschutzbedarfplanes. So sollen etwa alle Feuerwehrhäuser nach Mindeststandards der Feuerwehrunfallkasse (FUK) gebaut werden. Bei älterer Substanz bedeutet das aber oft massive bauliche Veränderungen – und die sind nicht billig.

So auch in Bergfeld: Um der FUK gerecht zu werden, muss der derzeit unterdimensionierte Fahrzeugstellplatz deutlich vergrößert werden und eine Abgasabsauganlage erhalten. Zudem fehlen Umkleidemöglichkeiten, aktuell lagert die persönliche Schutzausrüstung in der Fahrzeughalle. Die FUK verlangt weiter geschlechtergetrennte Umkleiden und Waschräume. Unter Einbeziehung dieser Mängel wurde seitens einer Bauplanungsgruppe ein Anbau als effektivste Lösung verifiziert.

Im Feuerschutzausschuss diskutierte man drei verschiedene Varianten. Der Ausbau eines Obergeschosses über der Fahrzeughalle, das nur von außen zu erreichen wäre, wurde verworfen. Stattdessen entschied man sich für einen Anbau an die Halle, in der dann ausreichend Platz für die Herren-Umkleide wäre. Aber einen zusätzlichen Anbau für die Damen-Umkleide an der Rückseite verwarf man. Stattdessen einigte man sich auf das Verschieben der nördlichen Wand, wodurch Platz für Damen-Umkleide und -WC geschaffen wird.

Die Samtgemeinde geht derzeit mehrere Großprojekte – etwa die Kitas Rühen und Brome sowie das Feuerwehrhaus Brechtorf – an und stehe somit unter personeller wie finanzieller Belastung, heißt es in der Beschlussvorlage. Dazu komme eine gewichtige Kostensteigerung in der Baubranche, sodass die Bergfelder Ortswehr rund 30 Prozent in Eigenleistung erbringen soll. Nur so könnten einige Maßnahmen überhaupt umgesetzt werden.

Konkret heißt das laut Alexander Pede, Bereichsleiter Finanzen, dass die Wehr rund 200.000 Euro übernehme. Den Rest der Kosten von mindestens 550.000 Euro trage die Samtgemeinde. Darin sind Konstruktion, technische sowie Außenanlagen und Baunebenkosten enthalten. Man müsse trotz der Eigenleistung die Gesamtsumme in den Haushalten 2020 und 2021 einplanen, um das Projekt zu decken. Der Ausschuss empfahl das Vorhaben daher mit Sperrvermerk.

VON DENNIS TESCH

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