Diskussion um Erweiterung

Feuerschutzausschuss ist uneinig über nötige Baumaßnahmen am Bergfelder Gerätehaus

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Anlass zur Diskussion bot die Erweiterung des Feuerwehrhauses in Bergfeld. Ende 2019 soll hier ein neues Fahrzeug untergebracht werden, aber auch ohne dieses sind Investitionen erforderlich. Die Fraktionen beraten sich noch einmal. 

Bergfeld. Die Pläne für eine Erweiterung des Feuerwehrhauses Bergfeld sind erst einmal auf Eis gelegt. Die Mitglieder des Feuerschutzausschusses beschlossen, das Vorhaben noch einmal in den Fraktionen zu diskutieren.

Eine lebhafte Diskussion entbrannte während der jüngsten Sitzung des Feuerschutzausschusses der Samtgemeinde Brome. Die Vorlage um die Erweiterung des Feuerwehrhauses in Bergfeld gab den Anstoß dazu. Die Arbeitsgruppen „Fahrzeuge und Geräte“ und „Liegenschaften“ hatten bauliche Maßnahmen dringend empfohlen. Denn ein neues Fahrzeug, das LF 20 KatS, befindet sich in der Anschaffung und wird Ende 2019 geliefert. Es soll in Bergfeld stationiert werden, dafür seien dort Umbaumaßnahmen unumgänglich, denn moderne Fahrzeuge haben größere Dimensionen. Eine Erweiterung wurde dabei als wirtschaftlicher als ein Neubau angesehen, 300.000 Euro sollten mindestens angesetzt werden.

Mehrere Mitglieder des Ausschusses zeigten sich überrascht von den Plänen. Der Zeitpunkt für die baulichen Maßnahmen sei schwierig, da derzeit viele Projekte in der Samtgemeinde Kosten verursachen würden. Gerhard Borchert (CDU) schlug vor, den Beschluss zu vertagen und das Thema zunächst in den Fraktionen zu besprechen.

Gemeindebrandmeister Frank Mosel merkte an, dass das von der Samtgemeinde präferierte Fahrzeugkarussell die Kosten eher nach hinten verteile und in absehbarer Zeit etwa in Hoitlingen Platz für neuere und damit größerer Fahrzeuge geschaffen werden müsse. „Selbst wenn das LF 20 nicht nach Bergfeld käme, muss dort umgebaut werden“, fügte Mosel hinzu. „Eine Abgasabsaugung muss installiert werden, um die Kameraden zu schützen.“

Dirk Fricke (CDU) verwies auf die Umlagenerhöhung und merkte an, dass diese nicht dafür gedacht sei, Gewaltmaßnahmen durchzusetzen. Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann erwiderte, die Erhöhung ergebe sich aus dem Bauprojekt der Schulen in Rühen. Wilfried Sievers (Grüne) sagte mit Blick auf den aktuellen Markt: „Die Baukosten steigen mit den Jahren, man sollte lieber frühzeitig beginnen.“ Fricke beantragte, das Vorhaben als Sperrvermerk in den Haushalt aufzunehmen.

Mosel verwies noch einmal auf die Unumgänglichkeit der Maßnahmen, nicht nur in Bergfeld, sondern auch an anderen Standorten. „Die Umsetzung tut zwar weh, aber weniger weh als der gesamte Bedarfsplan“, sagte er. Der Ausschuss einigte sich schließlich mit einer Gegenstimme darauf, den Sachverhalt in den Fraktionen zu beraten und erst einmal keinen Beschluss zu fassen.

Von Dennis Tesch

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