Keine weiteren Einsatzstellen gefunden

Feuer im Waldgebiet an der L 288: Wohl Brandstiftung bei Ehra

Am Sonntagabend wurden in Ehras Waldgebiet mehrere Waldbrände gemeldet. Mehr als 145 Einsatzkräfte rückten aus, fanden aber nur eine Einsatzstelle. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
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Am Sonntagabend wurden in Ehras Waldgebiet mehrere Waldbrände gemeldet. Mehr als 145 Einsatzkräfte rückten aus, fanden aber nur eine Einsatzstelle. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Ehra – Als ein privates Flugzeug am Sonntagabend gegen 19.20 Uhr mehrere Brandorte im Waldgebiet an der L 288 zwischen Ehra und Boitzenhagen meldete, rückten über 140 Einsatzkräfte aus der Samtgemeinde Brome, der Gemeinde Sassenburg und dem Wittinger Stadtgebiet aus (das IK berichtete).

Mit 28 Einsatzwagen bereiteten sie sich auf mehrere Einsatzstellen vor. Ein Brand konnte von den Feuerwehrleuten schnell gelöscht werden. Inzwischen gibt es auch erste Erkenntnisse bei der Ursache: Es war wohl Brandstiftung.

Gab es erst Unklarheit, auf welchem Gebiet sich der Brand befand, rückten sowohl Einsatzkräfte aus dem Stadtgebiet Wittingen um Stadtbrandmeister Heinrich Kruse, als auch die Samtgemeindefeuerwehr Brome an. Dann war klar: Die Einsatzstelle gegenüber des VW-Prüfgeländes, unweit des Bickelsteins, lag auf Bromer Samtgemeindegebiet. Die Einsatzkräfte konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen.

Entwarnung gab es für die Brandschützer aber noch nicht. Das Gebiet musste nach weiteren potenziellen Brandorten abgesucht werden. Während also ein Teil der Feuerwehrleute am rund 150 Quadratmeter großen Brandort mit den Löscharbeiten beschäftigt war, versammelten sich die weiteren Kräfte auf dem Parkplatz vor dem VW-Prüfgelände. Die Einsatzleitung um den Bromer Gemeindebrandmeister Frank Mosel beratschlagte das weitere Vorgehen.

145 Einsatzkräfte, 28 Feuerwehrfahrzeuge und ein Polizeihubschrauber waren an dem Einsatz beteiligt.

„Das Waldgebiet bei Ehra ist sehr groß und weitläufig“, sagte Mosel. Weitere Brandorte könnten demnach nicht sofort zu finden sein. Mithilfe des Wachturms des Prüfgeländes und eines Polizeihubschraubers wurde das Gebiet weitläufig abgesucht. Die Einsatzkräfte warteten auf Anweisungen, sollte es noch woanders eine Brandstelle geben. Doch gegen 21.30 Uhr war klar: keine weiteren Brände. Mosel und die 145 Feuerwehrkräfte konnten aufatmen.

Demnach hatten die Brandschützer es mit nur einem Einsatzort zu tun. Möglicherweise hatten sich dort zwei Brände nebeneinander befunden, die sich zu einem Größeren entwickelt hatten, vermutete der Gemeindebrandmeister.

„Wir sind dann um kurz nach halb zehn abgerückt.“ Über die „organisatorisch sehr gute Leistung“ war Mosel sehr froh. „Ein großer Dank geht an alle, die wieder einmal tolle Arbeit geleistet haben. Es hat wirklich reibungslos geklappt.“

Auch die Polizei war vor Ort. Konnten am Sonntagabend noch keine Angaben zu einer möglichen Brandursache gemacht werden, geht die Polizei mittlerweile von Brandstiftung aus. Selbstentzündung sei auszuschließen.

VON HILKE BENTES

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