Parsau bekommt im Industriegebiet einen 35 000 Quadratmeter großen Solarpark

Was fehlt, ist nur noch die Sonne

Im Parsauer Industriegebiet entsteht derzeit auf 35 000 Quadratmetern eine Fotovoltaik-Anlage. In etwa sechs bis acht Wochen soll die Anlage bis zu 1,5 Megawatt Ökostrom liefern. Foto: Deipenau

ded Parsau. Nahezu geräuschlos und von der Öffentlichkeit fast unbemerkt, wird im Parsauer Industriegebiet am Ende der Schmiedestraße seit einigen Wochen am Aufbau einer Fotovoltaik-Anlage gearbeitet.

Das etwa 35 000 Quadratmeter große Grundstück hatte seinerzeit ein norddeutscher Investor ersteigert. Nach Abschluss der Bauarbeiten in etwa sechs bis acht Wochen, sollen von dieser Anlage bis zu 1,5 Megawatt Öko-Strom ins öffentliche Netz eingespeist werden können. Errichtet wird die Anlage von einer im schleswig-holsteinischen Kiel ansässigen Firma, die bereits mehrere solcher „Sonnenfarmen“ in Deutschland und im europäischen Ausland betreibt.

Geplant hatte die Anlage ein Ingenieurbüro für regenerative Energie aus dem Gifhorner Südkreis. Dabei wurden alle Aspekte eines möglichst störungsfreien Aufbaus und Betriebs berücksichtigt, wie einer der beteiligten Ingenieure sagte. „Durch die südliche Ausrichtung der Kollektorenfelder mit den daran anschließenden weiten und ebenen Ackerflächen sind Lichtreflexionen, die auf bebautes Gebiet treffen könnten, nach unseren Berechnungen nahezu ausgeschlossen“, erläuterte Diplom-Ingenieur Andreas Krützfeld vom Planungsbüro G+K in Lagesbüttel.

Wie von einem Sprecher der Betreiberfirma gegenüber dem Isenhagener Kreisblatt betont wurde, sind bereits bei Planungsbeginn die Möglichkeiten einer Beteiligung örtlicher Handwerksbetriebe an den Bauarbeiten ausgelotet worden. Dazu konnten dann sowohl für die anfänglichen Erdarbeiten als auch für die Montage der Paneel-Stelen zwei Parsauer Unternehmen verpflichtet werden. Auch mit der Entsorgung der Riesenmengen Verpackungsmaterialien wurden lokale Betriebe beauftragt.

Wie der Sprecher weiter sagte, lege die Firma größten Wert darauf, heimische Produkte in ihren Projekten zu verbauen. „Dies wird dadurch unterstrichen“, so der Sprecher weiter, „dass wir bei allen unseren Projekten eine Wertschöpfung in Deutschland hergestellter Komponenten von mehr als 60 Prozent haben“.

Zum Investitionsvolumen wollte die Betreiberfirma keine Auskunft geben. Als sicher darf bei einem Projekt dieser Größenordnung allerdings gelten, dass sich eine Sonnenfarm, wie sie hier in Parsau entsteht, auch bei „norddeutschem Schietwetter“ für die Investoren zumindest mittelfristig rechnen wird.

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