Samtgemeinde will mit Spenden Mobilität der Asylbewerber stärken / Weitere Ideen vorhanden

Fahrräder für Flüchtlinge in Lessien

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Die Samtgemeinde Brome spendete jüngst vier Fahrräder an die Flüchtlingsunterkunft in Lessien, um die Mobilität der Bewohner zu fördern.

Ehra-Lessien. „Ich habe da schon einige auf den Fahrrädern gesehen“, berichtet Jenny Reissig, Bürgermeisterin der Gemeinde Ehra-Lessien, von dem Erfolg einer ersten Hilfs- und Unterstützungsaktion der Samtgemeinde Brome für die Flüchtlingsunterkunft auf dem ehemaligen Kasernengelände bei Lessien.

Bislang vier Fundräder hatte die Samtgemeinde in einem ersten Schritt an die Heimleitung übergeben.

„Wir haben erstmal die vier besten Räder ausgewählt“, erklärt Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann im IK-Gespräch, „die sind ja nicht immer in gutem Zustand.“ Eine weitere Idee sei deshalb, eine Fahrradwerkstatt in Lessien einzurichten, sagt Peckmann.

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Denn mit den bislang vier Fahrrädern soll das Ende der Fahnenstange natürlich noch nicht erreicht sein. „Die Fundräder der Samtgemeinde und der Gemeinde sollen generell an die Flüchtlinge gehen“, erläutert Reissig die Überlegungen. Auch bei den umliegenden Samtgemeinden solle nachgefragt werden. Schließlich könnten auf dem ehemaligen Gelände des Truppenübungsplatzes bis zu 200 Flüchtlinge untergebracht werden. „Wir wollen damit ein positives Signal setzen und vor allem die Mobilität der dort untergebrachten Menschen erhöhen“, benennt Peckmann das Ziel der Maßnahme.

Weitere Ideen und Pläne befinden sich bereits in der Warteschleife. „Die Hilfsbereitschaft der Menschen in der Region ist sehr groß“, freut sich Reissig. Neben der Fahrradwerkstatt könnte beispielsweise ein Kinderraum eingerichtet, Deutschunterricht angeboten oder Spielzeug und anderes gespendet werden. Zahlreiche Freiwillige stünden schon bereit, so Reissig. Und nicht nur aus der Gemeinde Ehra-Lessien, auch aus Parsau und Brome sei bereits Unterstützung signalisiert worden.

„Wir haben noch eine ganze Menge Ideen“, bestätigt auch Peckmann. In einem für Donnerstag geplanten Gespräch zwischen den Gemeinden, der Samtgemeinde, dem Landkreis und dem Betreiber der Flüchtlingsunterkunft soll zunächst aber geklärt werden, ob und was gebraucht wird. Die Unterstützung solle koordiniert und mit allen Beteiligten abgestimmt werden. Denn, so Peckmann, „das muss ja auch von den Betreuern vor Ort bewältigt werden können“.

Von Steffen Schmidt

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