Linden sollen entfernt und Gehweg repariert werden

Fahrenhorster Straße in Tülau: Sanierung verschoben

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Die Gehwegsplatten in der Fahrenhorster Straße in Tülau werden durch Wurzelwerk der Bäume hochgedrückt.

Tülau. Die Nahwärme Tülau GmbH verdoppelt derzeit ihre Kapazität auf rund 160 angeschlossene Haushalte. Auch in der Fahrenhorster Straße sollen Leitungen verlegt werden.

In diesem Zusammenhang beriet der Gemeinderat am Donnerstag über ein kurzfristig abgegebenes Angebot der ausführenden Firma im Bereich der Häuser 1 bis 19.

Dieses sieht unter anderem die Entfernung von insgesamt neun Linden sowie die Sanierung des Gehweges und der Parkflächen im Zuge der Verlegearbeiten vor. „Die Linden drücken alles hoch“, erklärte Bürgermeister Herbert Lange (SPD). Die Wiederherstellung der Verkehrssicherungspflicht koste regelmäßig Geld.

Gegen die Entfernung der Bäume habe die Untere Naturschutzbehörde des Kreises keine Einwände. In einem von Lange verlesenen Schreiben begründet die Behörde dies unter anderem mit „erheblichen“ Stein- und Pflasteranhebungen, zudem sei ein Wasserkanal im Boden. Bei der Pflanzung der Bäume seien Fehler gemacht worden, die nachträglich nicht zu korrigieren wären. Bei einer Entfernung der Linden sollen dafür neun Neupflanzungen hochstämmiger, einheimischer Bäume vorgenommen und die Bürger bei der Standortentscheidung einbezogen werden. Laut Lange könnten so zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: „Das wäre eine Möglichkeit, die Leitungen dort zu verlegen und die Verkehrssicherheit dauerhaft wiederherzustellen.“

Kritik aus dem Rat kam vor allem wegen der Kurzfristigkeit des vorliegenden Angebotes. Gerhard Pickert (SPD) sprach zum Beispiel von einer „Hau-Ruck-Aktion“. Stattdessen solle man diese „mindestens ein bis zwei Jahre auf Eis legen. Dann kann man sich in Ruhe Gedanken machen.“ Auch Christoph Wienecke von der CDU sprach sich dafür aus, die Arbeiten auf das kommende Jahr zu verschieben. „Der finanzielle Rahmen ist ausgeschöpft“, so Wienecke, fügte aber an: „Dass es gemacht werden muss, steht nicht zur Debatte.“

Abgestimmt wurde schließlich über einen Vorschlag von Karl-Heinz Wegner (CDU), der vorher ebenfalls die fehlende Vorbereitungszeit bemängelt hatte. Der Vorschlag sah vor, die Linden und die Pflanzinseln zu entfernen und in den Parkstreifen zu integrieren sowie den Gehweg an den entsprechenden Stellen zu regulieren. Zu einem späteren Zeitpunkt und in Absprache mit den Anwohnern sollten Pflanzkübel mit neuen Bäumen aufgestellt werden. Der Vorschlag wurde mit viermal Ja, viermal Nein und zwei Enthaltungen abgelehnt.

Von Alexander Täger

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