Schienennutzung durch den Förderverein Ohretalbahn ist an diesem Tag mit der OHE geklärt

Erstes Draisinenfest in Brome

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Nach dem Erfolg in Wittingen, richtigen die Mitglieder des Fördervereins Ohretalbahn am 8. April ein Draisinenfest in Brome aus. Dort können die Besucher mit einer Draisine zwischen Brome und Wiswedel pendeln.

Brome. Wer noch nie auf einer Draisine gefahren ist, hat am Sonntag, 8. April, die Chance dazu. Der Förderverein Ohretalbahn lädt zum ersten Draisinenfest nach Brome ein. Von 10 bis 18 Uhr wird eine Draisine zwischen Brome und Wiswedel hin und her pendeln.

Auch wenn der Flecken Brome den Streckenabschnitt von der OHE noch nicht gekauft hat, wird es an diesem Tag keine Probleme mit der Nutzung der Schienen geben. „Wir haben uns explizit von der OHE die Genehmigung eingeholt, dass wir die Strecke nutzen dürfen. Außerdem haben wir eine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen“, sagt Manfred Michel, Vorsitzender des Fördervereins Ohretalbahn. Das gleiche Procedere gab es vorab zum Draisinenfest in Wittingen.

Ausführliche Informationen gibt der Förderverein darüber, welche Ideen er für die künftige Nutzung der ehemaligen Bahnstrecke hat. Ganz nebenbei können die Besucher eine Fahrt mit der Draisine genießen. Treffpunkt ist das Saatbau-Gebäude in Brome. Der Einstieg liegt abseits des Verkehrs in der freien Natur. Zur Verfügung stehen eigene Draisinen und solche von befreundeten Draisinenvereinen. Die Fahrt ist kostenlos, Spenden werden gerne entgegengenommen. Für das leibliche Wohl wird mit dem Verkauf von Getränken und Grillgut Sorge getragen. Somit kann die ganze Familie an diesem Ereignis teilnehmen.

„Im Winterhalbjahr hat der Verein durch Arbeitseinsätze die Strecke der OHE für Draisinen wieder befahrbar gemacht“, berichtet Michel. Viele Hindernisse mussten aus dem Schienenweg geräumt werden. Der größte Brocken bestand in Steinhaufen auf einer Länge von 100 Metern, die bei der Feldbestellung als Abfall angefallen waren und dort deponiert wurden. „Glücklicherweise konnte auf Freunde zurückgegriffen werden, die mit schwerem Gerät der Sache zu Leibe rückten“, zeigt sich der Vorsitzende dankbar für die Unterstützung. Neben dem manuellen Beseitigen des Bewuchses im Bereich der Gleise half dem Verein noch ein für diese Zwecke ausgestattetes Pflegefahrzeug der Deutschen Regionaleisenbahn (DER).

Wie Michel erläutert, beabsichtigt der Verein mit dieser Veranstaltung auf die touristische und verkehrliche Bedeutung der Strecke für die Region aufmerksam zu machen. Als Zukunftsziel bestehe die Absicht, die Strecke als Ganzes zu erhalten. Als erstes Etappenziel sei die durchgehende Verbindung von Brome bis Wittingen angestrebt. Dazu, so der Vorsitzende, gibt es eine Zusammenarbeit mit Initiativen aus dem Stadtgebiet von Wittingen. Dort würden ähnliche Arbeiten an den dort befindlichen Streckenabschnitten ablaufen. Michel: „Wir erhoffen uns von der Veranstaltung die Möglichkeit, unsere eigenen Vorstellungen von der Verwendung der Strecke zu verbreiten und in einer anregenden Diskussionsrunde mit unseren Gästen weitere überlegenswerte Gesichtspunkte zu erfahren.“

Von Carola Hussak

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