Doppik sorgt für Ärger und Verwirrung in Tiddische / Samtgemeinde: „Geld ist nicht weg“

Erspartes liegt auf Eis

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Ärger in Tiddische: Die Gemeinde kommt nicht mehr ohne weiteres an ihre Rücklagen heran.

Tiddische. Ärger und Verständnislosigkeit herrschte bei der jüngsten Sitzung des Tiddischer Gemeinderates – sowohl im Ratsrund, als auch unter den Zuschauer. Grund dafür ist die landesweite Einführung der Doppik.

Denn durch diese ergeben sich neue Regelungen für den Gemeindehaushalt. Seit 2012 verlangt der Gesetzgeber einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt von den Gemeinden. In diesem stehen den Erträgen eines Jahres die Aufwendungen eines Jahres gegenüber. Hintergrund sei die hohe Verschuldung einzelner Kommunen in der Vergangenheit, erklärt Bärbel Latussek, Verwaltungsvertreterin der Samtgemeinde Brome. In Zukunft solle generationengerechter gewirtschaftet werden. Die Kommunen dürften nur noch das ausgeben, was sie auch einnehmen.

Neben dem Ergebnishaushlat existiert noch der Finanzhaushalt, über den unter anderem Investitionen abgewickelt werden. Hier sind auch etwaige Rücklagen einer Gemeinde aufgeführt.

Und genau davon hat Tiddische, im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden, eine ganze Menge. Beinahe 2 Millionen konnte die Kommune durch sparsames Wirtschaften zurücklegen. Aber an dieses Geld kommt sie nun nicht ran. „Die Samtgemeinde hat uns gesagt, dass dieses Geld eingfroren ist und wir es nicht mehr verwenden können“, teilte Bürgermeister Ottmar Bartels bei der Sitzung mit und sorgte dabei für großen Unmut bei den Bürgern. [...]

Von Steffen Schmidt

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