Bromer Samtgemeinderat diskutiert über Sitzungsort in Rühen

Erneut Streit um Nutzung der Halle

Momentan muss die Samtgemeinde in der Rühener Großturnhalle tagen – zum Unmut der Vereine.
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Momentan muss die Samtgemeinde in der Rühener Großturnhalle tagen – zum Unmut der Vereine.

Brome/Rühen – Erneut tagte am Donnerstag der Samtgemeinderat Brome in der Großturnhalle in Rühen. Und erneut gab es Diskussionen um den Standort der Sitzungen (das IK berichtete).

40 Zuschauer verfolgten die Ratssitzung – laut Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann (CDU) der Grund, warum die Sitzung dort stattfinden muss. Zunächst hatte Peckmann erklärt, dass Alternativen Kosten verursachen würden, etwa was Organisation und Miete angeht. Und zudem seien Gremien öffentlich. „Demokratie hat da Vorrang. “.

Fred Marhenke (SPD) kritisierte das Vorgehen der Samtgemeinde jedoch scharf. „Das ist wie in der Schule: stets bemüht, die schlimmste Note.“ Unkreativ und unflexibel sei es, keine Alternative zur Großturnhalle in Rühen zu finden – von den Rängen gab es dafür Applaus. Ob man nicht wenigstens die Sitzungstage verschieben könne, damit nicht immer dieselben Sportvereine betroffen sind. Peckmann erklärte, dass der Mittwoch für Gemeinderatssitzungen vorbehalten sei.

Und zudem habe die Samtgemeinde angefragt, etwa beim alten Kino. Im Bürgerzentrum würden Kosten anfallen. „Zudem war sich das Ratsrund da einig, die Fraktionsvorsitzenden hatten das auch so kommuniziert.“

Jürgen Bammel (FWG) unterstütze Peckmann dabei, so sei es abgesprochen wurden. Wobei alternative Wochentage sicherlich eine Option sein könnten. Es gehe aber um vier bis fünf Sitzungen der Samtgemeinde im Jahr: „Das sollten wir nicht zum Politikum machen.“ Angesichts der großen Zahl an Zuhörern zeige sich: Man dürfe niemanden ausschließen.

Angela Grunau-Janke merkte hingegen an, dass wenn 40 Kinder keinen Sport machen können, es sich schon um einen Härtefall handele. „Also ich vermisse hier alles, auch was die Sportförderung angeht.“

Peckmann widersprach. Die Schwimmbäder und Hallen seien sehr früh während der Corona-Pandemie geöffnet wurden. Und die Nutzung der Sporthallen sei für die Vereine kostenlos – keine Selbstverständlichkeit, meinte Peckmann.

In der Einwohnerfragestunde kam das Thema erneut zur Sprache, Trainer der betroffenen Vereine fragten ebenfalls, ob ein anderer Wochentag möglich sei. Viermal musste der Sport bisher ausfallen. Peckmann: „Wir werden schauen, ob ein anderer Tag möglich ist.“ Zum Ende der Sitzung kam noch die Anregung aus Ehra-Lessien, dass man eventuell dort im Schützenhaus tagen könnte. Von der Größe müsste es passen, meinten Dirk Fricke und Jörg Böse (beide CDU). VON MAX A. MORRISON

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