Erleichterung und Freude in Bergfeld8

Sybille Schnehage wartet auf grünes Licht von ihrem Team aus Kunduz

Sybille Schnehage freut sich, nach Kunduz reisen zu dürfen.
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Sybille Schnehage freut sich, nach Kunduz reisen zu dürfen.

Bergfeld/Kunduz. Die Freude und Erleichterung sind bei Sybille Schnehage gleichermaßen groß. Das Braunschweiger Verwaltungsgericht hat der Bergfelderin am Dienstag die Erlaubnis erteilt, wieder nach Afghanistan ausreisen zu dürfen (das IK berichtete).

„Eigentlich bin ich schon davon ausgegangen, zu gewinnen – trotz der Übermacht durch die Regierung“, sagt die Vorsitzende des Hilfsvereins Katachel gestern Morgen im Gespräch mit dem IK. Sofort hat sie ihr Team in Kunduz angerufen und die Neuigkeit mitgeteilt. Der nächste Schritt wird nun sein, die Sperre aus dem Pass nehmen zu lassen. „Dann werde ich ein Visum beantragen – aber das dauert alles seine Zeit“, weiß die Bergfelderin.

Gegenüber dem IK sagt Schnehage, dass sie erst fährt, wenn sie von ihren Leuten in Kunduz grünes Licht erhält. Die Freude, bald wieder im Namen des Vereins aktiv Hilfe leisten zu können, merkt man Schnehage an. „Der ganze Prozess hat mich aber schon geschafft. Ich habe viel Energie und auch Geld in diesen Prozess gesteckt. Trotz des guten Ausganges hat die Anspannung erst am Morgen nach der Verhandlung nachgelassen“, sagt die Bergfelderin.

Wann Schnehage also wieder nach Kunduz fliegt, steht noch nicht fest. „Die Lage in Kunduz ist derzeit relativ ‘normal’. In der Stadt ist es ruhig, im Umfeld gibt es einige Reibereien. Ich hätte keine Angst zu fahren“, macht die Bergfelderin deutlich. Die Situation sei seinerzeit, als sie von einem Mitarbeiter Morddrohungen erhielt, wesentlich gefährlicher gewesen.

Zunächst ist Schnehage über den Bau der 31. Schule mehr als glücklich. Sie hofft, dass es weiterhin zügig voran geht. Das Projekt mit dem Bau der Ölfabrik hatte Schnehage zunächst zurückgestellt. „Es gibt noch zu wenig Spenden. Wenn kein Geld da ist, kann ich auch keine Fabrik bauen. Da war mir das Vorhaben, den Bau von Schulen voranzutreiben, auch etwas wichtiger“, meint die Bergfelderin.

Von Carola Hussak

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