Hubschrauber startet wieder in Rühen

Den Raupen in der Samtgemeinde Brome geht es an den Kragen

Der Helix Hubschrauber startet in Rühen gegen den Eichenprozessionsspinner
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Auch dieses Jahr wird der Hubschrauber in Rühen starten.
  • Hilke Bentes
    vonHilke Bentes
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Rühen – Bald steht die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in der Samtgemeinde Brome an. Einen Termin gibt es in diesem Monat auch schon – der steht aber noch unter Vorbehalt. Rühen bleibt dabei Start- und Landeplatz.

Das mit dem Wetter ist so eine Sache. Im vergangenen Jahr musste die Bekämpfung aus der Luft mehrere Male verschoben werden (das IK berichtete). Denn der Erfolg der Maßnahme hängt maßgeblich von den Wetterbedingungen ab. Weder zu kalte Temperaturen noch Regen oder Sturm sind bei der Befliegung erwünscht. Auch das Entwicklungsstadium der Eichen ist entscheidend, um die Behandlung mit dem Biozid aus der Luft und vom Boden aus vorzunehmen. Das Biozid muss sich auf die Eichenblätter legen und von den Raupen bei ihrer Nahrungsaufnahme aufgenommen werden. Und die Wetterkapriolen im Moment zeigen deutlich: Der Plan für die Befliegung kann sich noch ändern, sicher ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts.

Die Befliegung von geschätzten 260 Hektar erfolgt außerhalb von Ortslagen und Wohnbebauungen. Dazu müssen, wie aus den letzten Jahren bereits bekannt, zeitweise Straßen gesperrt werden. Die Feuerwehr wird vor Ort sein und die meist 15-minütigen Einsätze kontrollieren. Soweit Weiden an Flächen und Straßen grenzen, die aus der Luft bekämpft werden, sollten diese am Tag der Bekämpfung nicht genutzt werden.

Im Moment bereitet der Landkreis den Einsatz gemeinsam mit den Samtgemeinden und Gemeinden vor, in denen die Bekämpfung erfolgen soll. „Hierzu gehört die Bereitstellung des notwendigen Personals und der Infrastruktur“, berichtet Landrat Dr. Andreas Ebel.

Der frühestmögliche Termin könnte in diesem Jahr der 17. Mai sein, wie Ebel erklärt. Verschiebungen sind aufgrund der Wetterlage durchaus möglich. Davon unabhängig beginnt parallel die in Rühen und Parsau vorgesehene Behandlung der Raupen mit Nematoden.

Die Flächen und Alleen, die zu einer Behandlung aus der Luft vorgesehen sind, befinden sich im ganzen Landkreisgebiet. Aber Schwerpunkt bleibt laut Ebel die Samtgemeinde Brome. Daher wird auch in diesem Jahr der Start- und Landeplatz des Hubschraubers in Rühen sein. Mit den Gemeinden Sassenburg und Rötgesbüttel und der Samtgemeinde Meinersen beteiligen sich nun allerdings auch Kommunen im südwestlicheren Teil des Landkreises an der Behandlung. Insgesamt wird die Maßnahme 230 000 Euro kosten. Gut 90 000 Euro entfallen auf die Befliegung.

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