Verdächtige Person hat sich noch nicht dazu geäußert

Entsetzen im SV Tiddische: 13.000 Euro fehlen in Vereinskasse

Um 13.000 Euro soll ein Vereinsmitglied den SV Tiddische erleichtert haben. Über Jahre sollen immer wieder kleinere Beträge auf ein privates Konto geflossen sein. Das flog durch einen Zufall auf. (Symbolbild)
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Um 13.000 Euro soll ein Vereinsmitglied den SV Tiddische erleichtert haben. Über Jahre sollen immer wieder kleinere Beträge auf ein privates Konto geflossen sein. Das flog durch einen Zufall auf. (Symbolbild)

Tiddische – Entsetzen im SV Tiddische: In der Vereinskasse fehlen 13 000 Euro. Per Zufall flog der mutmaßliche Betrug auf. Der Verein hofft nun, das Geld wiederzubekommen. Noch hat sich das verdächtige Mitglied aber nicht zu den Vorwürfen geäußert.

„Ich hoffe sehr, dass wir das Geld wiederkriegen“, sagt der Vorsitzende des Sportvereins Tiddische, Robert Stroka, im IK-Gespräch. „aber das sieht wohl eher schlecht aus.“

Es geht um 13.000 Euro, die ein Funktionsträger in den letzten beiden Jahren unterschlagen haben soll. Beträge zwischen 395 und 2100 Euro sollen immer wieder auf seinem persönlichen statt auf dem Vereinskonto gelandet sein, vereinzelt habe es auch Doppelbuchungen gegeben. Dabei sei das Vereinsmitglied sehr bedacht vorgegangen.

„Aufgeflogen ist das nur, weil ich eine Freistellungsbescheinigung brauchte“, berichtet Stroka. Eine solche habe er beim Steuerbüro angefragt. „Die meinten dann, sie würden seit drei Jahren nicht mehr für uns arbeiten“, so Stroka weiter. „Da war ich erstmal baff.“ Er wusste aber von einer Zahlung im August letzten Jahres an das Büro. Daraufhin schaute er sich die Bücher genauer an. „Die Beträge, Empfänger, Betreffzeilen, Mandantennummer – alles stimmte“, erzählt er. Aber die Kontonummer sei eben die einer Privatperson gewesen. „Das fällt bei einer Kassenprüfung nicht auf“, sagt der SV-Vorsitzende.

Nachdem er genügend überzeugende Beweise gesammelt hatte, habe Stroka umgehend beschlossen, die Mitglieder zu informieren. Auf der außerordentlichen Versammlung am Sonntag konnte er so eine eindeutige Sachlage präsentieren. „Ich bin froh, nicht in der Luft zerrissen worden zu sein“, sagt Stroka. „Die anderen haben gesehen, dass es da kein Verschulden unsererseits gegeben hat.“

Mithilfe eines Anwalts habe man das Vereinsmitglied angeschrieben und ihm eine Zwei-Wochen-Frist eingeräumt, um entweder das Geld zurückzuzahlen oder die Situation aufzuklären. Aber Stroka denkt nicht, dass es eine andere Erklärung als die „mutwillige Veruntreuung“ der 13.000 Euro gibt. „Vielleicht ist auch weniger Geld eingesteckt worden“, hofft Stroka, „aber ich fürchte, dass es eher mehr ist.“

Die verdächtige Person hat sich noch nicht dazu geäußert. „Die Frist läuft in einer Woche ab“, erklärt Stroka, „ich bin mal gespannt.“

VON DENNIS TESCH

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