Erster Eindruck soll verschönert werden

Kreiselgestaltung findet in Rühen ohne Bürgerbeteiligung statt

Der Kreisel an der B 248 in Rühen
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Der Kreisel an der B 248 in Rühen bietet derzeit keinen schönen Anblick. Das soll sich ändern, die Ratsmitglieder wollen bei der Gestaltung jedoch aufgrund der schwierigen Umsetzung auf Bürgerbeteiligung verzichten.
  • Hilke Bentes
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Rühen – Dass an dem Rühener Kreisel an der B 248 Hand angelegt werden soll, das wurde beim Haushaltsausschuss der Gemeinde Rühen bereits angeregt (das IK berichtete). Als ein „Trauerspiel“ hatte Ausschussmitglied Anke Biermann-Jäger (CDU) die Ansicht betitelt. Schnell wurde klar: Der erste Eindruck in Rühen soll verschönert werden.

Der Gemeinderat hatte sich dann auch bei der jüngsten öffentlichen Ratssitzung mit verschiedenen Gestaltungsentwürfen der Ratsmitlieder beschäftigt, die vorgelegt wurden. Die Frage von Wilfried Sievers (Grüne), der eine Bürgerbeteiligung anregte, klärte sich dabei nicht.

Denn Sievers hatte sich gewünscht, dass die Bürger für die Gestaltung des Kreisels Anregungen und Ideen liefern könnten. Schließlich würde es ja auch die Einwohner betreffen. „Ich wollte die Bürger einfach mit ins Boot holen“, so Sievers im IK-Gespräch. Auf der Sitzung fand sich dazu kein abschließender Beschluss. Dieser wurde nun per Umlaufverfahren nachgeholt. Anfang April war der Antrag auf Bürgerbeteiligung bei der Kreiselentscheidung von Sievers im Rathaus noch einmal offiziell eingegangen. Die Verwaltung nutzte die derzeitige Möglichkeit, den Antrag im Umlaufverfahren zu behandeln, um dann auch mit den weiteren Plänen starten zu können.

Vonseiten der Verwaltung wurde der Antrag kritisch gesehen, so Bürgermeister Karl Urban. Denn dessen Umsetzung sei schwierig. Würden sich nur knapp 10 Prozent von Rühens Bürgern bei der Gestaltung miteinbringen, so würden trotzdem knapp 600 verschiedene Vorschläge eintrudeln. Auch mögliche Fristen hätten sich in dem Antrag nicht wiedergefunden, obgleich doch eine schnelle Umsetzung gewünscht ist. Die komplette Sichtung, Koordinierung und Auswertung hätte einen extremen Zeitaufwand nach sich gezogen, so Urban. Das hätte von den Gemeindemitarbeitern nicht gestemmt werden können. Mehrheitlich wurde der Antrag dann im Umlaufverfahren auch abgelehnt.

Dafür hat die Verwaltung nun einen anderen Vorschlag vorangebracht: Einige Ratsmitglieder sollten einen Arbeitskreis bilden, um ein Konzept zu erstellen.

Damit sollen konkrete und schnelle Lösungen für den Kreisel gefunden werden. Gebildet wird der Arbeitskreis aus den Ratsmitgliedern Theo Bossert, Ralf Peters, Wilfried Sievers und Hermann Jordan. Entsprechende Firmen sollen dann von Verwaltung beauftragt werden.

Ganz glücklich zeigte sich Sievers nicht mit der Vorgehensweise. An dem Ablauf des Umlaufbeschlusses hegte er gar Zweifel. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Ablauf so stimmt.“ Er prüft derzeit die Rechtmäßigkeit des Beschlusses und hat Kontakt zur Kommunalaufsicht aufgenommen.

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