Wette mal wieder verloren: Bromer Kiepenkerl umrundet den Ohresee mit dem Fahrrad / Erlös für die DLRG

Eisdecke ja, Überquerung ausgeschlossen

In seiner Kiepe hatte Klaus-Peter Kunkel Süßigkeiten mitgebracht – sehr zur Freunde der jüngsten Besucher. Fotos: Michalzik
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In seiner Kiepe hatte Klaus-Peter Kunkel Süßigkeiten mitgebracht – sehr zur Freunde der jüngsten Besucher.

Brome. Eine fast geschlossene Eisdecke bedeckte am Sonnabend den Ohresee – doch war sie viel zu dünn, um zur 18. Auflage der Eiswette in Brome einen Mann zu tragen. Da überraschte es nicht, dass der Kiepenkerl eingestehen musste: „Der Ohresee geiht.“ Damit hatte er die Wette verloren.

Deren Ausgang ist aber auch nicht das Wichtigste. Wie der Vorsitzende Ralf Bettermann meinte, steht die Unterstützung der DLRG-Arbeit im Mittelpunkt. In dem Sinne hat es sich gelohnt, denn etliche Bürger setzten mindestens fünf Euro auf eine der beiden Seiten.

Ralf Bettermann und „Kiepenkerl“ Klaus-Peter Kunkel von der DLRG standen wieder im Mittelpunkt der Bromer Eiswette.

Der gesamte Erlös kommt der DLRG zugute – und dabei vor allem den Bemühungen, möglichst vielen Kindern das Schwimmen beizubringen. Am Sonnabend hatten sich etliche Interessenten mit Bettermann am Seeufer eingefunden, um die Auflösung der Wette mitzuerleben. Auf der anderen Seite des Ohresees lief der Kiepenkerl am Ufer auf und ab und suchte eine feste Stelle auf dem dünnen Eis. Erlöst wurde er schließlich durch ein Hilfsmittel, das sein Wettgegner als Esel bezeichnete: Er kam mit dem Fahrrad um den See herum.

Nachdem die Versammlung Klaus-Peter Kunkel, der im Kostüm des Kiepenkerls steckte, begrüßt hatte, gab es reichlich Bonbons aus der Kiepe für Kinder und Erwachsene. Dann zog der Tross in Richtung Freibad. Dort hatten Helfer des DLRG Kaffee und Kuchen, Bratwürste und den beliebten Präsidentenpunsch zubereitet, und die Gesellschaft blieb noch eine ganze Weile zusammen.

Die Idee zur Bromer Eiswette hatte Bettermann vor 18 Jahren, als er im Fernsehen eine Übertragung der Bremer Eiswette sah. „Man musste ja nur einen Buchstaben austauschen“, erklärte er. Was zunächst dem DLRG-Vorstand und später allen Vereinsmitgliedern vorbehalten war, wurde im Laufe der Zeit für jedermann zugänglich und ist inzwischen ein gesellschaftliches Ereignis im Flecken.

Zum ersten Mal dabei war auch die Jugend der DLRG: Die erfolgreichen Absolventen erhielten von Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann Urkunden und Nadeln. Die Zahl der Zuschauer am Ohresee konnte sich auch in diesem Jahr sehen lassen. Manch einer trauerte aber der Wette von vor fünf Jahren nach, als der See fest zugefroren war und knackige Winterkälte herrschte. Bettermann: „2012 hätte man sogar mit einem Auto über den Ohresee fahren können.“

Von Horst Michalzik

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