Radweg Brome-Mellin: Baumpflanzaktion am Tag der deutschen Einheit

Eine Jungeiche als Zeichen

Im vergangenen Jahr wurde der Radweg zwischen Brome und Mellin eröffnet, nun gab es eine Zusammenkunft an der Strecke. Dabei setzten die Beteiligten eine Jungeiche in die Erde. Foto: Deipenau

Brome. Am Tag der Deutschen Einheit versammelten sich etwa vierzig Bromer mit ihren Fahrrädern auf den Platz vor dem Rathaus, um gemeinsam an die ehemalige Zonengrenze nach Mellin zu fahren.

Angeführt von Bromes Bürgermeisterin Ingrid Klopp und abgesichert von Samtgemeindebürgermeister Jürgen Bammel, machte sich die Gruppe um kurz nach elf Uhr auf den Weg über den neuen Radweg in Richtung Sachsen-Anhalt. Dort wurden sie bereits von einer ebenfalls recht starken Gruppe von Bürgern aus den grenznahen Orten der neugeschaffenen Einheitsgemeinde Klötze erwartet.

Angekommen an der Stelle, wo die Radwege von Ost und West sich nach langen Verwaltungs-Kämpfen endlich zusammengetroffen sind meinte Ingrid Klopp schmunzelnd: „Nun ist auch bei den Radwegen zusammengewachsen, was zusammen gehört“. Diese Zusammenkunft hier und heute hatte allerdings noch eine andere Funktion als „nur“ die Einweihung des Radwege-Zusammenschlusses.

An der ehemaligen Grenze sollte eine Tradition wieder zum Leben erweckt werden, die seit Grenzöffnung lange Jahre an diesem Tag gemeinsam gefeiert wurde und, wie Klötzes Bürgermeister Matthias Mann sagte „leider ein paar Jahre ruhte; aus welchem Grund auch immer“. Gemeint war die Baumpflanzaktion. Und so hatte man am Randstreifen der Bundesstraße 248 ein Loch ausgehoben in das man nun gemeinsam eine kräftige Jungeiche anpflanzen wollte.

Hierzu sagte Bammel, der viele Erinnerungen an zurückliegende Baumpflanzaktionen an dieser Stelle hat: „Viele Dinge sind nach 21 Jahren selbstverständlich geworden“. Bromes Samtgemeindebürgermeister meinte, dass solche Aktionen aufrecht erhalten werden müssen. Gemeinsam mit Steimkes Ortsbürgermeister Horst Wienecke setzten Bammel, Klopp und Mann anschließend den Eichenstamm in das Loch.

Auf der kleinen Lichtung an der ehemaligen Grenze hatten die Klötzer Bürger Tische und Bänke aufgestellt und für kalte Getränke gesorgt. Zur Stärkung der Radfahrer für den Rückweg, gab es aus einem Topf leckere Gulaschsuppe. Nach etwa einer Stunde verabschiedeten sich Bromer und Klötzer voneinander, aber nicht ohne das gegenseitige Versprechen, sich im kommenden Jahr zur gleichen Zeit und an gleicher Stelle, wieder zu treffen.

Von Detlev E. Deipenau

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