Eine Bank für Mitfahrer

Gemeinde Parsau geht neue Wege in Sachen Personenbeförderung

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Vor der Alten Schule in Parsau soll eine Mitfahrerbank installiert werden.

Parsau. „Die Ortsdurchfahrt in Croya ist gut geglückt – hat aber auch lange gedauert“, überlegt Parsaus Bürgermeisterin Kerstin Keil. Der Umbau der Bushaltestellen ist geplant und soll in diesem Jahr umgesetzt werden.

Bürgermeisterin Kerstin Keil

Für das geplante betreute Wohnen im Zuge des Baugebietes am Klingenberg habe man einen Investor gefunden. Von 20 Bauplätzen sind 10 noch zu haben. Für das neue Feuerwehrhaus hofft die Verwaltungschefin auf eine Erschließung noch im ersten Quartal. Gut angenommen wird die umgebaute und sanierte Alte Schule, wo sich seit gut einem Jahr das Gemeindebüro befindet. Aber auch die Senioren nutzen das zweite Klassenzimmer für ihren Treff oder zwei Französischlehrer, die Flüchtlinge in Deutsch unterrichten. In diesem Jahr ist eine behindertengerechte Rampe in Planung, aber das, so Keil, muss noch im Gemeinderat beschlossen werden. Für das laufende Schuljahr hat die Gemeinde einen FSJler eingestellt, der die Arbeit in der Grundschule Parsau unterstützt. Die Gemeinde Bergfeld beteiligt sich an den Kosten.

Mit soviel Schwung könnte es denn auch in diesem Jahr weitergehen. Ein großes Thema wird die so genannte Mitfahrerbank, die vor dem Rathaus installiert wird, sein. Wie Keil erklärt, können Erwachsene, die kein Auto haben, trotzdem ihre Einkäufe, Arztbesuche oder Apothekenbesuche in Rühen erledigen. Autofahrer, die sich an dieser Aktion beteiligen, „tragen“ auf ihrem Pkw ein „M“ und nehmen dann auf der Bank Wartende mit. In umgekehrte Richtung dann genauso. Falls kein Auto anhält, gibt es immer noch den Bus. Mehr wollte die Bürgermeisterin noch nicht verraten.

Nach und nach werden in diesem Jahr die Straßenlaternen auf LED umgerüstet und das Bürgerzentrum soll nicht nur ein Vordach bekommen, sondern auch einen behindertengerechten Eingang. Weiterhin hofft die Gemeinde auf eine eigene Turnhalle für die Grundschule. „Alle Vorbereitungen sind getroffen. Wir haben im vergangenen Jahr der Kirche einen Teil des Pfarrgartens – etwa 310 Quadratmeter – abgekauft“, informiert die Verwaltungschefin. Ein Teil des Areals dient als Parkplatz am Gemeindehaus, der Rest würde Platz für die Turnhalle bieten.

Neuerungen im Rat gibt es natürlich auch: So wurden die Ausschüsse bis auf den Verwaltungsausschuss abgeschafft. Der Gemeinderat wird nun jeden zweiten Mittwoch im Monat tagen.

Von Carola Hussak

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