Brome: Anwohner der Wendischbromer Straße sind Lärmbelästigungen leid

„Eine 30er-Zone ist denkbar“

Mit der Raserei und der Lärmbelästigung in der Wendischbromer Straße beschäftigte sich der Bauausschuss des Fleckens. Fotos: Hussak

Brome. Eine Tempo-30-Zone für die Wendischbromer Straße ab der Mühlenstraße, ein Lkw-Verbot über 3,5 Tonnen und eine Verengung der Straße durch beispielsweise Blumenkübel – das wäre die Wunschvorstellung des Bromer Bauausschusses.

Und diese Empfehlung gab er einstimmig an den Gemeinderat weiter. Wie Harald Paul Verwaltungsmitarbeiter des Fleckens Brome, informiert, sei die Lärmbelästigung dort durch den Autoverkehr so hoch, dass Beratungsbedarf bestünde. „Wenn man an der Straße steht, sich unterhält und ein Auto fährt vorbei, versteht man sein eigenes Wort nicht mehr“, hat Paul selbst erlebt.

Um zu sehen, welche Lösungsmöglichkeiten es gebe, habe man sich mit dem Verkehrsamt des Landkreises Gifhorn in Verbindung gesetzt – und das Verkehrsamt hat mehrere Möglichkeiten: Zum einen könnte man eine Verkehrsbeschränkung auf Tempo 30 erwirken. „Allerdings benötigt man eine Begründung, die einen bestimmten Wert nachweisen muss und so ein Gutachten ist mit Kosten verbunden“, meint Paul. Zum anderen ist laut Landkreis eine Tempo-30-Zone denkbar, die sich nicht nur auf eine Straße beschränken darf. Eine dritte Möglichkeit wären bauliche Maßnahmen wie Aufbaupflasterungen, Fahrbahnverengungen durch Blumenkübel oder andere Hindernisse.

„Wenn wir Schilder aufstellen und an die Vernunft der Autofahrer appellieren ist eine Zielführung wohl eher fragwürdig“, meint Paul. Denkbar seien auch Baumaßnahmen an den Häusern selbst, wie zum Beispiel eine Spezialverglasung. Möglicherweise könnte es Zuschüsse vom Bund geben. „Ein Lärmgutachten basiert auf einer rechtlichen Grundlage, die fehlt mir“, meint Andreas Nieswandt, Anwohner der Wendischbromer Straße. Einen Weg ohne Gutachten zu finden, erachte er als sinnvoller. Ein Gutachten könnte Kosten zwischen 5000 und 10 000 Euro verursachen. Das Geld könnte man für bauliche Umsetzungen verwenden.

Adolf Müller (CDU) beklagt den Lärm durch Autohänger, besonders Leere schepperten über das Kopfsteinpflaster. Des Weiteren forderte er die gleiche Beschilderung von Bromer Seite wie von Melliner – nämlich 50 km/h-Beschränkung und eine Lkw-Begrenzung von 3,5 Tonnen.

Von Carola Hussak

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