Bromes Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann über ihre ersten drei Monate als Verwaltungschefin

Einblicke aus einer anderen Perspektive

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Manuela Peckmann hat am 1. November das Amt der Samtgemeindebürgermeisterin übernommen.

Brome. Nach 100 Tagen im Amt wird auf politischer Ebene eine erste Bilanz gezogen: Manuela Peckmann ist nun schon etwas länger als 100 Tage Bromes Samtgemeindebürgermeisterin und spricht mit dem IK über ihre ersten drei Monate.

„Es ist schon etwas anderes, wenn man innerhalb der Verwaltung wechselt. Es gibt einige Dinge, die man vorher mit auf Kurs gebracht hat, und wo nun nur einige Korrekturen vorgenommen werden müssen“, sagt Peckmann. Als positiv habe sich die Bildung von Arbeitsgruppen herausgestellt – zum Beispiel für die Sanierung der Grundschule Brome, für Rühen oder den Brandschutzbedarfsplan. „So sitzen Verwaltung und Politik an einem Tisch und ziehen an einem Strang. So wächst auch das Verständnis für die Position der jeweiligen Handlungen“, ist die Verwaltungschefin überzeugt.

Bis auf wenige Dinge habe sich laut Peckmann für sie nicht viel verändert: „Ich habe jetzt die Endverantwortung.“ Auch müsse sie mehr repräsentative Aufgaben übernehmen. Aber das bewertet Peckmann ebenfalls als positiv: „So begegnet man unterschiedlichen Menschen und bekommt Einblicke aus einer anderen Perspektive.“

Am Aufgabengebiet selbst habe sich nur wenig verändert. „Es ist zwar breitgefächerter, aber es geht auch nicht mehr so in die Tiefe – das ist ungewohnt für mich“, gesteht Peckmann und spricht von einer Übergangsphase. Sie sei glücklich, dass mit Bärbel Latussek schnell eine Nachfolgerin als allgemeine Verwaltungsvertreterin gefunden wurde.

Peckmann könne ihr viel mit auf den Weg geben, sodass sie sich von ihrer früheren Aufgabe lösen kann.

Innerhalb der Verwaltung hat Peckmann nichts großartig umgeworfen. „Ich bin schon lange hier und konnte mich bei Jürgen Bammel mit vielen Ideen einbringen – und er hat mich loslaufen lassen“, erinnert sich Peckmann. Ferner sei sie im vergangenen Jahr in der komfortablen Situation gewesen, viele Dinge von ihrem Amtsvorgänger – bedingt durch dessen gesundheitlichen Ausfall – in Vertretung übernommen zu haben. So habe sie schon viele Kontakt knüpfen können. Schon in den ersten drei Monaten habe sie gemerkt, dass in der Politik alle an einem Strang ziehen, auch wenn jeder seine Coleur mit einbringen möchte.

Wichtig sind Peckmann die verschiedenen Arbeitkreise, in denen viele Dinge und Prozesse frühzeitig besprochen und Lösungen gefunden würden – auch wenn das mehr Arbeitsaufwand bedeute. Mit Blick auf die Haushaltslage müsse man künftig mit sachlichen Diskussionen Prioritäten setzen, um Einigkeit zu erzielen. Gleiches gelte für Vorgehensweisen, die von außen nicht nachvollzogen werden können. Peckmann ist überzeugt davon, dass es von Vorteil sei, Dinge als Ganzes zu betrachten, um nachhaltige Lösungen zu finden – und das in vielen Bereichen.

Von Carola Hussak

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