Helferkreis Brome: „Wir im Ort sind sehr wohl gastfreundlich“ / Neue Betreiberfirma hat Kontakt aufgenommen

„Ein Signal in die richtige Richtung“

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Die Ehrenamtlichen vom Bromer Helferkreis Flüchtlinge machten gestern deutlich, dass sie und die Bewohner des Fleckens entgegen der Berichterstattung in Funk und Fernsehen sehr wohl gastfreundlich sind.

Brome. „Die letzte Woche war in Brome ja sehr aufregend. Wir wollen heute deutlich machen, dass die Beiträge in Funk und Fernsehen nicht das widerspiegeln, was Tatsache ist – wir sind hier nämlich gastfreundlich“, betonte Christiane Miesl vom Bromer Helferkreis Flüchtlinge.

Jede einzelne Flüchtlingsfamilie, die extern in eigenen Wohnungen untergebracht sind – derzeit etwa 50 – werden von dem Helferkreis betreut.

Nach Meinung des Helferkreises scheint einiges in Sachen Pastor-Bammel-Haus schief gelaufen zu sein. „Wir haben uns dem Betreiber vorgestellt und das, was wir seit Monaten in Brome erfolgreich machen. Unsere Hilfe wollten wir auch im Pastor-Bammel-Haus anbieten“, erläutert Miesl. Entgegen der Berichterstattung ziehe man sich keinesfalls zurück. Seit November bieten sieben ehemalige Lehrer Sprachbildungskurse für Kinder und Erwachsene an. „Und der FC Brome hat Flüchtlingskinder unbürokratisch kostenlos aufgenommen. Alles klappt sehr gut“, weiß Birgit Bartels. Ein Gefühl wird Miesl allerdings nicht los: „Wir waren bei dem Betreiber einfach nicht willkommen, Angebote wurden abgeblockt. Und auch Dolmetscher, die es in Brome gibt, waren nicht erwünscht.“ Swantje Baruschke ergänzt: „Und Dolmetscher wären wichtig gewesen, denn nicht alle Flüchtlinge sprechen Englisch. Sie haben sich teilweise selbst Hilfe im Ort gesucht.“ Auch Bürgermeister Gerhard Borchert weiß, dass der Sozialarbeiter, der anfangs vor Ort war, froh über die Unterstützung des Helferkreises war.

Es gibt einen Pool von knapp zehn Frauen, die sich um die Belange der Flüchtlinge kümmern. Dazu zählt neben Einkäufen, Behördengängen auch, schwangere Frauen zu arabisch sprechenden Ärzten nach Wolfsburg und Gifhorn zu fahren. „Geholfen wird an allen Ecken und Enden“, lobt Borchert. Mit weiteren Helfern aus der Bevölkerung kommt der Kreis auf etwa 30 Ehrenamtliche.

Positive Neuigkeiten gab es gestern Nachmittag dann aber doch noch. „Die neue Betreiberfirma hat sich telefonisch bei mir gemeldet. Man freue sich schon auf die Zusammenarbeit mit uns. Ich denke, das ist doch ein Signal in die richtige Richtung“, zeigt sich Miesl erleichtert und zugleich auch erstaunt, dass der Betreiber auf eigene Faust aktiv geworden ist.

Wer die Ehrenamtlichen des Helferkreises Brome unterstützen möchte oder sich einfach über die Arbeit informieren möchte, kann dies selbstverständlich tun. Und zwar bei Imke Banse vom Diakonischen Werk, (05831) 8452, bei Christiane Miesl, (05833) 1544, oder direkt im Büro des Fleckens Brome unter (05833) 84511.

Von Carola Hussak

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