Ort des Gedenkens

Ruhe- und Begräbnisstätte für Sternenkinder in Brome

Eine Begräbnisstätte für Sternenkinder wurde auf dem Bromer Friedhof eingeweiht.
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Eine Ruhe- und Begräbnisstätte für Sternenkinder wurde Sonntag auf dem Bromer Friedhof eingeweiht.

Brome – Eine Begräbnis- und Ruhestätte für Sternenkinder ist am Sonntag auf dem Bromer Friedhof in einem Gottesdienst unter freiem Himmel von Pastor Dr. Jürgen Klein eingeweiht worden.

Unerwartet viele Besucher, Vertreter des Kirchenvorstands aus dem Gemeindeverbund Brome-Tülau-Ehra aber auch Delegierte aus Bromer Vereinen und Verbänden sowie eine Reihe von Interessierten nahmen an einem der ersten echten Frühlingstage des Jahres an dem Festakt teil. Der wurde musikalisch würdig von Christiane Miesl (Gitarre und Gesang) und Heinrich Glupe an der elektrischen Orgel umrahmt. Wobei Glupe gleich zu Eingang ein Glanzlicht setzte mit seiner Interpretation von „Großer Gott wir loben Dich“, die er mit bestem Trompetenklang vortrug.

Hartmut Jakobs, Kirchenvorsteher der Gemeinde, erläuterte im IK-Gespräch: „Der Begriff Sternenkinder hat sich im Laufe der Jahre als Bezeichnung für diese vor der Geburt verstorbenen Kinder eingebürgert und beschreibt fast schon poetisch, dass sie nicht das Licht dieser Welt zu sehen bekamen. Sie sind aber in der Erinnerung der Mütter und Väter, der Großeltern und Verwandten geblieben. Bevor man sich Gedanken darüber gemacht hat, wie dem Leid der Eltern begegnet werden kann, wurden diese Föten in den Kliniken oft als Sondermüll behandelt. Aber das ist vorbei und Geschichte.“

Pastor Klein betonte, dass auch das eben erst beginnende Leben unter dem Schirm der Gnade Gottes stehe, und dass die kleinen Seelen in der Gemeinschaft mit Gott gut aufgehoben seien. Klein: „Gott helfe, die Lasten leichter zu machen, die hierher mitgebracht werden und spende Trost und Zuversicht den Verzweifelten und Trauernden.“ Mit Jakobs stimmte er darin überein, dass der Bromer Friedhof, idyllisch gelegen, vielen Menschen ein Ort der Besinnung sein kann, zum Verweilen und Andenken anregend.

Jakobs bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen hätten, die Gedenkstätte zu verwirklichen, auch durch materielle Zuwendungen. Manuela Peckmann, Samtgemeindebürgermeisterin in Brome, hatte ein Kuscheltier mitgebracht, dass sie neben den gelben Rosen des Geistlichen platzierte.

Peckmann freue sich sehr, dass ein solcher Platz entstanden sei, hob sie in ihrem Grußwort hervor.

(Von Horst Michalzik)

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